WM 2010 Lahm beteuert: „Kein Angriff auf Michael Ballack"

DURBAN - Philipp Lahm hat nach der Halbfinal-Niederlage gegen Spanien beteuert, dass sein dauerhafter Anspruch auf die Kapitänsbinde in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft „kein Angriff“ auf Michael Ballack bedeuten würde.

 

„Es ist auch überhauptkein Machtkampf, denn die Macht liegt nur bei einer Person und dasist der Trainer“, erklärte Lahm nach dem 0:1 gegen Spanien.

„Wenn man in einem Amt ist, will man das Amt auch gerne behalten.Nicht mehr und nicht weniger“, betonte Lahm: „Es wäre schlimm, wennich dieses Amt nicht weiter ausführen wollen würde. Es macht mir sehrviel Spaß. Ich habe nicht Michael Ballack angegriffen.“

Dass der Zeitpunkt seines öffentlich geäußerten Führungsanspruchsüber die WM hinaus kurz vor dem Halbfinale unglücklich gewesen sei,sah Lahm nicht so: „Ich habe nicht über die Mannschaft geredet oderirgendjemanden, der hier ist. Es ging nur um meine Position und dasAmt, das ich im Moment ausführe“, sagte der Münchner.

Auch Teammanager Oliver Bierhoff mochte die Niederlage nicht inZusammenhang mit der Kapitäns-Debatte setzen. „So sensibel sind dieSpieler nicht, dass das auf die Leistung Ausschlag hatte“, erklärteBierhoff. Aber der Manager fand sie dennoch zeitlich deplatziert:„Man weiß auch, dass die Aussage zu diesem Zeitpunkt unglücklichwar.“ Bundestrainer Joachim Löw hatte Lahm nach demverletzungsbedingten Ausfall von Ballack zum WM-Kapitän ernannt. Einedauerhafte Lösung wird es nach der Weltmeisterschaft geben.

dpa

 

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