Wissen, wo's langgeht Münchens Radroutenplaner mit MVV-Infos

Alexander Freitag (MVV-Geschäftsführer) und Umweltreferent Joachim Lorenz präsentieren den Radroutenplaner Foto: Petra Martin / Lokales

Der neue Radroutenplaner von MVV und Stadt München kombiniert Radl- und MVV-Wege miteinander und zeigt individuelle Routenwünsche an.

 

München - "Radl und öffentlicher Nahverkehr sind Bruder und Schwester im Umweltschutz.“ Mit diesen Worten hat MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag den neuen Radroutenplaner vorgestellt. Der neue Radroutenplaner verknüpft Bike, Busse, Bahn, U-Bahn und Tram.

Sowohl über die Homepage der Stadt München als auch über die Seite des MVV ist der Radroutenplaner abrufbar. Und weil man unterwegs gerne weiß, wo’s langgeht, gibt’s den Routenplaner auch als App. Die Strecken sind auch offline verfügbar oder können als GPS-Track heruntergeladen werden.

Kombinierung von Radl- und MVV-Infos

Die Besonderheit in diesem Routenplaner liegt darin, dass er Radl- und MVV-Infos miteinander verknüpft - und das nicht nur innerhalb der Stadtgrenze, sondern im gesamten MVV-Gebiet. Bei der Routenplanung können sowohl reine Radlstrecken als auch beliebige Fahrtstrecken mit Radl und S-Bahn kombiniert werden.

Und so funktioniert’s: Wie bei jedem Routenplaner gibt man erst mal Start und Ziel ein. Der Routenplaner zeigt dann drei Varianten an: die schnellste, die grüne und die Familienroute. Die grüne Route wählt bevorzugt Strecken abseits von Hauptstraßen, während bei der Familienroute große Kreuzungen vermieden werden. Auf der Karte kann die Route dann einfach per Maus verschoben werden – der Planer rechnet dann die neue Route aus.

Doch es geht noch individueller: Für Rennradler sind Schotterstraßen ein Albtraum, einem Mountainbiker machen hingegen nicht mal Treppen was aus. Wer mit einem Radlanhänger unterwegs ist, ist nicht so wendig - all das wird bei der Routenberechnung berücksichtigt.

Als Grundlage für den Radroutenplaner dienen Open-Street-Map (OSM)-Daten. Der Vorteil dieser Karten: Die Daten werden von den Nutzern eingegeben und gepflegt. Über einen Feedback-Knopf kann jeder Nutzer Anregungen oder aktuelle Infos weitergeben, die dann eingearbeitet werden. „Das Projekt lebt vom Mitmachen“, erklärt deshalb Umweltreferent Joachim Lorenz. In seinem Referat ist der Routenplaner entstanden. Und weil man mit dem Radl ja stets umweltbewusst unterwegs ist, zeigt der Routenplaner als besonderes Schmankerl zusätzlich das eingesparte CO2 an.

Eine Überraschung hält der Radroutenplaner ebenfalls bereit - was Radler natürlich aus Erfahrung wissen: Wer Radl und MVV kombinieren möchte, wird zum Teil komplett auf den Drahtesel verwiesen, weil das oft die allerschnellste Variante ist.

 

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