"Wir treten an, um den Titel zu holen" EHC München will's wissen: Auf zum Hattrick!

Jubel beim EHC München über die deutsche Meisterschaft 2017 und den damit verbundenen Einzug in die CHL. Foto: Augenklick/sampics

Der EHC Red Bull geht nach den Triumphen der vergangenen beiden Jahre auch diesmal als Favorit in die neue DEL-Saison, elf von 14 Trainern setzen auf den EHC. "Wir treten an, um den Titel zu holen."

 

München - Zum Ersten, zum Zweiten - zum Dritten? Geht es nach den 14 Trainern der Deutschen Eishockey Liga, dann ist die Sache vor dem Start in die neue DEL-Saison, die am Freitag beginnt, ziemlich klar: Der EHC Red Bull München, der bereits 2016 und 2017 deutscher Meister geworden ist, schnappt sich den Titel-Hattrick! Elf der 14 DEL-Trainer tippen in einer Umfrage auf die Mannschaft von Don Jackson als alten, neuen Meister. "München, denn sie sind noch besser als in der vergangenen Saison", sagt etwa Düsseldorfs Coach Mike Pellegrims. Der frühere Stanley-Cup-Sieger und jetzige Trainer der Eisbären Berlin, Uwe Krupp, meint: "München setzt als Titelverteidiger und mit weiteren Verstärkungen die Messlatte ziemlich hoch."

"Wir treten an, um den Titel zu holen"

Und was sagt der Erfolgstrainer des EHC, der mit sieben Titeln erfolgreichste Coach der DEL-Geschichte, der Don selbst, zum Saisonziel? "Wir treten an, um den Titel zu holen", so Jackson. Klar, alles andere wäre auch ein Rückschritt. Jackson selbst war es, dem als bislang letztem Trainer mit einem Klub drei Titelgewinne in Serie gelangen: von 2011 bis 2013 wurde er jeweils Meister mit den Eisbären Berlin.

Für die Mission Titel-Hattrick ist der EHC ziemlich gut gerüstet. Alle sechs Spiele vor Saisonbeginn, vier davon in der Champions Hockey League gegen zum Teil hochklassige internationale Gegner, haben die Red Bulls gewonnen, die mit dem 4:2-Sieg beim finnischen Spitzenklub IFK Helsinki am Sonntag bereits den Einzug ins Achtelfinale der CHL perfekt machte. "Wir haben damit gezeigt, dass wir bereit sind für die neue Saison", sagte EHC-Kapitän Michael Wolf der AZ.

Dass die Red Bulls zum Saisonstart so hoch eingeschätzt werden, liegt auch daran, dass der Meisterkader der Vorsaison fast komplett beisammen geblieben ist. Sechs Abgängen stehen drei Neuzugänge gegenüber. In der Verteidigung verließen die Routiniers Deron Quint (41, Ziel unbekannt), Richie Regehr (34, Klagenfurter AC), Matt Smaby (32, Karriereende) sowie Yann Sauvé (27, Nottingham Panthers) den Klub, der Däne Markus Lauridsen (26, Leksands IF/Schweden) und der Deutsch-Kanadier Ryan Button (26, Iserlohn Roosters) kommen neu hinzu. Die Abwehr wird damit jünger und wendiger, in den vier Champions-League-Spielen kassierte der EHC lediglich sechs Gegentore.

Königstransfer ist aber ein anderer: Patrick Hager, 28, aufgewachsen in Rosenheim, kehrt nach zwei Jahren bei den Kölner Haien nach Bayern zurück. Hager gilt als einer der besten deutschen Mittelstürmer, der mit seiner aggressiven Spielweise eine Führungsrolle auf dem Eis übernehmen, aber auch als Torschütze und Vorlagengeber überzeugen kann. 14 Tore und 28 Assists gelangen ihm in der vergangenen Saison. "Die Erfolge der Red Bulls sprechen für sich", sagte Hager nach seiner Verpflichtung, "ich freue mich einfach darauf, Teil dieser Mannschaft zu werden, die über zwei Jahre bewiesen hat, dass sie funktioniert und harmoniert."

Das soll sie nun auch in der kommenden Saison, die für den EHC am Freitag (19.30 Uhr/Sport 1 live) in Krefeld und am Sonntag (14.00 Uhr/telekomeishockey.de) zu Hause gegen den ERC Ingolstadt beginnt. Doch wer kann dem EHC den Titel eigentlich streitig machen? Jackson zählt gleich mehr als die halbe Liga als Konkurrenten auf. "Unsere Herausforderer werden sein Mannheim, Wolfsburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Straubing und Nürnberg - aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge", meint er. Die Adler Mannheim, im vergangenen Jahr Hauptrundenzweiter hinter dem EHC, im Playoff-Viertelfinale aber an Berlin gescheitert, gehen traditionell sehr ambitioniert in die Saison, mit Ex-NHL-Star Devin Setoguchi (146 Tore, 140 Vorlagen in 569 NHL-Spielen) holten sie den promintesten Neuzugang der Liga.

Daneben werden auch die Eisbären Berlin, die künftig mit NHL-Klub Los Angeles Kings kooperieren, und die Kölner Haie hoch eingeschätzt. "Ich sehe eine Reihe von Mannschaften, die München fordern werden und das Potenzial haben, am Ende ganz vorne zu stehen", sagt Krupp. "Eines ist sicher: Es wird eng und spannend sein bis zum Schluss."

 

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