"Wir müssen klare Grenzen aufzeigen" Nach Krawallen im Englischen Garten: Jetzt kommen die Bußgelder

Schee is des ned: 3.000 Euro hat's gekostet, die Schmierereien von Anfang Mai an den Säulen des Monopteros zu entfernen. Foto: Daniel von Loeper

Die Krawallnacht vor drei Wochen am Monopteros hat den neuen Heimatminister aufgeschreckt. Dazu die neuen Saufgelage, Flaschenwerfereien, Schmierereien. Albert Füracker (CSU) langt's.

München - Ab 1. Juni lässt der Minister, der auch Oberwächter des Englischen Gartens ist, dort statt einer simplel Hausordnung eine "Parkanlagenverordnung" gelten, die er in Windeseile im Ministerium hat stricken lassen. Mit der kann er Vandalen, Schläger und Parkzerstörer zu Bußgeldern verdonnern. "Wir müssen Randalierern klare Grenzen aufzeigen", so der Minister. Die Verordnung, die den Südteil des Parks, den Hof- und Finanzgarten betrifft, listet auf, was dort alles verboten ist: Auf Gebäude und Skulpturen klettern etwa, Pflanzbeete betreten, Geräte und Mobiliar beschädigen, gegen Geld musizieren, betteln, Feuer machen, grillen, zelten, jagen, Vogelnester ausnehmen oder Nistkästen zerstören.

Wie hoch die Bußgelder genau sein werden, das rechnet die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung noch aus. Es dürften Strafen zwischen zehn und 50 Euro werden - und je öfter ein Täter erwischt wird, umso teurer wird's.

Das "bayerische Lebensgefühl" will der Minister freilich trotzdem erhalten. Weshalb das Eisbachsurfen, Biertrinken in Maßen oder Musikhören (das eigentlich auch alles verboten ist) weiter freundlich geduldet wird.

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