Wintersport-Paar Neureuther und Gössner: Hausberg statt Mont Blanc

Kinoabend: Miriam Gössner und Felix Neureuther. Foto: Petra Schramek

Skifahrer Felix Neureuther und Biathletin Miriam Gössner sprechen im Interview über Ski, Batman und Berge.

 

MÜNCHEN Popcorn, ein kühles Getränk, dazu ein spannender Streifen auf der Leinwand – ein ganz normaler Pärchenabend also. Das muss auch für Wintersport-Stars mal drin sein. Und so sahen sich Skifahrer Felix Neureuther (29) und Biathletin Miriam Gössner (23) am Montagabend im City Kino in der Sonnenstraße die Premierenvorstellung von „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“ an, der erste Film von Österreichs jungem Star-Alpinisten David Lama. Die AZ sprach mit den beiden.

Herr Neureuther, Frau Gössner, Sie kommen beide aus Garmisch-Partenkirchen, wie steht es denn um Ihre alpinistischen Fähigkeiten?

MIRIAM GÖSSNER: Gut! Ich war mit meinem Vater auf dem Mont Blanc (Mit 4810 Metern der höchste Berg der Alpen, d. Red.).

Oha! Keine leichte Tour!

Naja, ich denke mit ein bisschen Training und guter Vorbereitung würden es viele raufschaffen. Es war jedenfalls ein sehr schönes Erlebnis und hat mir super viel Spaß gemacht!

Und Sie, Herr Neureuther? Was war Ihr schönster Berg?

FELIX NEUREUTHER: Der Hausberg in Garmisch, mit der Gondel! (lacht) Aber ich bewundere die Spitzenalpinisten, ich kenne zum Beispiel die Huberbuam – super!

Nach dem Doppelsieg mit Fritz Dopfer am Sonntag im Slalom in Kranjska Gora haben Sie sich wieder etwas entspannt, oder?

Nach so einer harten Zeit wie ich sie bei den Olympischen Spielen erlebt habe, tut das natürlich schon sehr gut. Aber vor allem ist es schön zu sehen: Wenn ich körperlich fit bin, dann passt es. Für mich war der Sieg eine große Genugtuung und eine Bestätigung, dass sich kämpfen immer lohnt!

Frau Gössner, wie haben Sie den Sieg erlebt?

GÖSSNER: Ich war beim Werdenfelser Kinderskitag und durfte dort die Siegerehrung machen, das hat mir super viel Spaß gemacht. Meine Cousine hat’s mir erzählt – und ich habe mich natürlich sehr für den Felix gefreut!

Herr Neureuther, holen Sie nun auch noch die kleine Kristallkugel für den Slalom-Weltcup?

NEUREUTHER Das ist das große Ziel für jeden Skifahrer, über eine Saison hinweg der konstanteste und beste Skifahrer zu sein. Aber es ist brutal eng. Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen sind zwei unglaublich gute Skifahrer. Ich schaue deswegen nur auf mich. Wenn ich meine Leistung bringe, dann wird es schwer für die anderen.

Wie geht es mittlerweile Ihrem Nacken, den Sie bei einem Verkehrsunfall kurz vor Ihrem Olympiastart verletzt hatten?

Ein bisschen zwickt es noch – aber es geht schon! Mich hat es in letzter Zeit einfach wahnsinnig viel Energie gekostet, wieder gesund zu werden. Ständig im Auto zu sitzen, zu den Behandlungen. Das macht einen sehr, sehr müde. Ich mache doch Sport um zu trainieren. Und nicht um permanent zu schauen, schmerzfrei zu sein.

„Batman Returns“ hatten Sie nach Olympia auf Ihrer Facebookseite geschrieben, die Batman-Kappe ist zu einer Art Markenzeichen geworden. Woher stammt eigentlich die Faszination?

GÖSSNER: Eine großartige Geschichte eigentlich! (lacht)

Na dann, los!

NEUREUTHER: Nein, das ist zu privat. Aber sagen wir es so: Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der Superhelden ziemlich cool waren. Und Batman hat da immer eine Rolle gespielt.

 

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