Wintersport München 2018: IOC-Boss hofft auf Lösung des Grundstücksstreits

Jacques Rogge, Präsident des IOC Foto: dpa

MÜNCHEN - Innerdeutsche Angelegenheiten möchte IOC-Präsident Jacques Rogge nicht kommentieren, aber er ist sich sicher, dass die Olympiabewerbung von München nicht in Gefahr ist. "Ich habe Vertrauen."

 

Präsident Jacques Rogge vom InternationalenOlympischen Komitee (IOC) sieht trotz des Grundstücksstreits inGarmisch-Partenkirchen Münchens Olympiabewerbung nicht in Gefahr.

„Ich habe Vertrauen, dass eine Lösung gefunden wird“, sagte Rogge ineinem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch), „beivielen Kandidaturen gibt es Widerstände in der Bevölkerung, meistwerden sie durch Vereinbarungen nach langen Debatten gelöst“.

Rogge stellte klar, dass bei der Bewerbung um die OlympischenWinterspiele 2018 nur zähle, „was am Ende im Bid Book steht. Dannkommt unsere Evaluierungskommission und macht ihren Bericht für dieIOC-Vollversammlung. Deutschland ist eine starke Demokratie, man mussdie Rechte der Menschen respektieren“. In einem Brandbrief an denIOC-Präsidenten vom 22. Dezember hatten 59 Garmischer Bauern erklärt,ihr Land nicht für die Spiele zur Verfügung zu stellen.

Am kommenden Montag stellt die Bewerbergesellschaft in München mitdem Bid Book ihr Bewerbungskonzept vor. Die Spiele werden bei derIOC-Vollversammlung am 6. Juli im südafrikanischen Durban vergeben.Münchens Mitbewerber sind Annecy in Frankreich und Pyeongchang inSüdkorea.

Zu einer möglichen Enteignung der Garmischer Bauern, nahm Roggekeine Stellung. „Das IOC wird innerdeutsche Angelegenheiten undVerfahren nicht kommentieren“, erklärte der Belgier. Rogge räumteaber ein, dass man nie 100 Prozent Zustimmung bekommen würde: „Daswäre auch sehr verdächtig“.

dpa

 

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