Winterspiele in Sotschi Felix Neureuther nach Autounfall: Das sagt der Vater

Christian Neureuther hat aus Sotschi Stellung zum Unfall seines Sohne bezogen. Foto: dpa/Schramek/AZ

Felix Neureuther und Miriam Gössner hatten einen Autounfall. Die deutsche Medaillenhoffnung ist derzeit in München zur Untersuchung. Neureuthers Vater hat sich in Sotschi zu dem Unfall geäußert.

 

Sotschi – Wegen eines Autounfalls hat Ski-Rennläufer Felix Neureuther am Freitagmorgen seinen Flug zu den Olympischen Spielen in Sotschi verpasst. Der Partenkirchner war auf seiner Anreise zum Flughafen in München auf der Autobahn A95 aus Garmisch-Partenkirchen kurz vor dem Autobahndreieck Starnberg ins Schleudern gekommen. In der Region hatte es in der Nacht geschneit.

Eine Untersuchung bei seinem Vertrauensarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt soll am Morgen Aufschluss darüber geben, ob sich Neureuther womöglich mehr als ein Schleudertrauma zugezogen hat. Laut seinem Vater plat Neureuther eine Anreise zu den Winterspielen trotzdem noch am Freitag an. „Er glaubt, dass er heute Nachmittag nach Sotschi fliegen kann“, sagte Christian Neureuther der Nachrichtenagentur dpa. „Er ist jetzt bei Müller-Wohlfahrt, geröntgt ist er schon, dann kommt eine Kernspintomografie. Jetzt müssen wir abwarten. Wenn es nur ein Schleudertrauma ist, dann kann man das sicher in den Griff kriegen. Wenn was an der Wirbelsäule sein sollte, ist es bestimmt nicht so gut."“

Christian Neureuther bestätigte die Angaben der zuständigen Polizeiinspektion Weilheim, dass Felix Neureuthers Freundin Miriam Gössner mit im Auto saß. Die Biathletin, die wegen ihrer Rückenverletztung in Sotschi nicht am Start ist, rief anschließend die Polizei in Garmisch-Partenkirchen an, um den Unfall zu melden.

Fahrer bei dem Unfall war Felix Neureuther. Er steuerte den Wagen anschließend auch nach München. "Ich habe mit ihm gesprochen, er hat mir gesagt: Es war mit einem Schlag so spiegelglatt, dass er keine Chance hatte", berichtete Vater Neureuther. Der Abschnitt auf der A95 zwischen Schäftlarn und Starnberg gilt als anfällig für Witterungsschwankungen.

Womöglich droht Neureuther noch ein Verfahren wegen Unfallflucht. Wie die Polizeiinspektion Weilheim dem SID bestätigte, werde untersucht, ob Neureuthers Wagen die Leitplanke beschädigt habe. In diesem Fall hätten die Unfallverursacher bis zum Eintreffen der Polizei am Unfallort bleiben müssen.

Neureuther hätte am Freitagmorgen um sieben Uhr Richtung Sotschi fliegen sollen. Sein erster Start ist für den 19. Februar geplant (Mittwoch, Riesenslalom). Der Slalom zum Abschluss der alpinen Wettbewerbe wird am 23. Februar (Samstag) ausgetragen.

 

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