Wintereinbruch in Bayern Glatteis führt zu vielen Unfällen

Der erste Schneefall führte zu Staus und einigen Unfällen. (Archivbild) Foto: dpa

Der erste richtige Schnee hat seit Montagabend zu etlichen Unfällen geführt. Auch am Morgen war es stellenweise noch glatt, viele Autofahrer kamen nur langsam voran.

 

München - Die Zahl der Unfälle sei für einen Wintereinbruch aber üblich, sagte ein Sprecher des Lagezentrums des Innen- und Verkehrsministeriums in München . "Dass es ein bisschen öfter kracht, als wenn es trocken ist, ist ja normal. Die Zeit ist ganz gut", so der Sprecher mit Blick auf die Schulferien. Daher herrsche auch weniger Berufsverkehr auf den Straßen. Die meisten Unfälle verliefen einigermaßen glimpflich, dennoch sind einige Menschen dabei verletzt worden.

Allein im südlichen Oberbayern 83 Unfälle - normal wären höchstens 15

Bayernweit mussten Polizei und Feuerwehr ausrücken. Besonders kritisch war die Situation ab dem späten Nachmittag: Allein im südlichen Oberbayern gab es laut Polizei von 17 Uhr bis Mitternacht insgesamt 83 Unfälle. Das berichtet der BR auf seiner Internetseite. Normal wären in dem Zeitraum durchschnittlich zehn bis 15 Unfälle, gibt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an. Hauptsächlich kam es zu Blechschäden. Drei Personen wurden verletzt.

In Ostbayern kam es zu 130 Unfällen, in Niederbayern zu 80, in der Oberpfalz zu rund 50 Verkehrsunfällen. Insgesamt wurden etwa 20 Menschen verletzt.

Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich am Montagabend auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding. Dort war ein Vater mit seiner Tochter ins Schleudern gekommen. Das 14 Jahre alte Mädchen war nicht angeschnallt und starb noch an der Unfallstelle. Zu einem schweren Unfall kam es auch auf der A93. Dort überschlug sich ein PKW.

In Oberfranken war es bereits am Montagmorgen zu Glätte und dadurch vereinzelt zu Unfällen gekommen, die zu Behinderungen auf der A9, A73 und A93 führten. Im Landkreis Hof sind am Abend fünf Menschen verletzt worden.

 

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