Wilhelm-Hoegner-Preis Münchner Bürger werden für Flüchtlingshilfe ausgezeichnet

Markus Rinderspacher: "Die herzliche Hilfe und spontane Unterstützung für Flüchtlinge haben München leuchten lassen." Foto: dpa

Für das vorbildliche Engagement während des enormen Flüchtlingsandrangs im letzten Herbst wird die gesamte Münchner Bevölkerung mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis ausgezeichnet.

 

München - Jeder Münchner darf sich geehrt fühlen - die gesamte Stadtbevölkerung wird mit dem Wilhelm-Hoegner-Preis ausgezeichnet, der wichtigsten Auszeichnung, die von der bayerischen SPD verliehen wird. Das teilte der SPD-Landtags-Fraktionschef Markus Rinderspacher am Mittwoch beim Dreikönigstreffen der Münchner SPD mit.

Rinderspacher äußerte sich folgendermaßen am Mittwoch: "Die herzliche Hilfe und spontane Unterstützung für Flüchtlinge haben München leuchten lassen. Die Münchner haben eindrucksvoll gezeigt, warum die bayerische Landeshauptstadt zu Recht den Titel Weltstadt mit Herz trägt. Dafür wollen wir mit der höchsten Auszeichnung, die die SPD-Fraktion zu vergeben hat, einfach Danke sagen."

Im Herbst waren nach der Ankunft Zehntausender Menschen Hunderte freiwillige Helfer rund um die Uhr in der Landeshauptstadt bereitgestanden, um ankommende Flüchtlinge zu versorgen, tagelang brachte die Bevölkerung Decken, Schlafsäcke und Isomatten zum Hauptbahnhof.

Münchens Oberbürgermeister (SPD) wird den Preis am 28. Februar im bayerischen Landtag entgegennehmen. Die Auszeichnung könnte allerdings auf Kritik stoßen – vor allem von Seiten der anderen Parteien, denn wenn Reiter den Preis entgegennimmt, ehrt sich die SPD im Prinzip selbst für die eigene Flüchtlingspolitik. Außerdem werden mit der pauschalen Auszeichnung auch Münchner geehrt, die sich in der Flüchtlingskrise nicht vorbildlich verhalten haben.

Der nach dem bislang einzigen bayerischen Ministerpräsidenten der SPD benannte Wilhelm-Hoegner-Preis wird seit 1987 jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Erhalt und die Sicherung von Freiheits- und Persönlichkeitsrechten eingesetzt haben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz (SPD), der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer, der Deutsche Gewerkschafts-Bund und die Kabarettisten der Biermösl Blosn.

 

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