Wiesn-Blaulicht Attacke auf Ordner, Wiesn-Verbot für Randalierer, Vergewaltigung

Polizei auf der Wiesn: Die gute Vorjahresbilanz soll heuer wiederholt werden. Foto: dpa

Der Wiesn-Endspurt ist eingeleutet. Für die Polizei heißt das: nur noch ein paar Tage Ausnahmezustand. Am Donnerstag hatten die Beamten erneut einiges zu tun.

 

Randalierer geht bis Wiesn-Ende in Gewahrsam

Am Mittwochabend fiel ein 20-jähriger Serbe, der in München wohnhaft ist, den eingesetzten Taschendiebfahndern auf. Er hielt sich am Brausebad auf und pöbelte wahllos Personen an, um wohl eine Schlägerei zu provozieren. Einem bislang unbekannten Mann gab er dabei auch eine Ohrfeige. Als er weiter auf Personen losgehen wollte, wurde er von Polizeibeamten gestoppt und in Gewahrsam genommen. Es stellte sich heraus, dass er bereits am 23.09.2015 auf der Wiesn wahllos Passanten angegangen hatte und am 28.09.2015 wegen eines Taschendiebstahls aufgefallen und festgenommen worden ist. Zum Schutz der Allgemeinheit wurde nun ein Gewahrsam bis zum Ende der Wiesn beantragt. Dieser wurde vom Amtsgericht München bestätigt.

Taschendieb leistet Widerstand

Am Donnerstag, 01.10.2015, gegen 20.20 Uhr, fiel Taschendiebfahndern in einem Wiesnfestzelt ein verdächtiger Mann auf. Dieser hielt wohl offensichtlich gezielt nach Handtaschen Ausschau. Er tanzte immer wieder Besucher an und versuchte sich dadurch eine günstige Diebstahlsgelegenheit zu verschaffen. Weiter konnte beobachtet werden, dass er immer wieder versuchte in Umhängetaschen, Handtaschen und Dirndltaschen zu greifen. Einer Bedienung versuchte er die Kellnergeldbörse zu entwenden. Diese bemerkte dies und schubste ihn beiseite. Danach griff er einer Dame in die Handtasche, um ihr das Smartphone zu entwenden. Sie bemerkte dies ebenfalls und entriss ihm das Mobiltelefon. Als er das Festzelt verlassen wollte, wurde er von den Polizeibeamten festgenommen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. Da ihm auch noch unbeteiligte Betrunkene halfen, gelang es ihm in Richtung eines Mülleimers zu gehen, wo er ein gestohlenes Mobiltelefon verschwinden lassen wollte. Dies konnte verhindert werden und er konnte festgenommen werden.

Sexueller Übergriff auf schlafende Frau; weiterer Täter ermittelt

Am vergangenen Dienstag wurde eine sturzbetrunkene Touristin von einem 38-jährigen Deutschen auf dem Wiesn-Kotzhügel vergewaltigt. Jetzt stellte sich heraus: der Deutsche war nicht der einizge, der sich an diesem Abend an der wehrlosen Frau verging. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zwei Taschendiebe festgenommen

Am Donnerstag gegen 21.50 Uhr, fielen Taschendiebfahndern aus München in einem Wiesnfestzelt zwei Männer auf. Diese interessierten sich auffällig für umgehängte Handtaschen von Wiesn-Besucherinnen. Sie tanzten dabei ihre potenziellen Opfer immer wieder an und versuchten ihre Handtaschen zu öffnen. Aufgrund von mehreren Diebstahlsversuchen wurden sie von Polizeibeamten festgenommen. Bei den Männern wurde ein Mobiltelefon aufgefunden, das gesichert aus einem weiteren Handtaschendiebstahl stammt.

Betrunkener geht auf Ordner los

Gegen 17.20 Uhr am Donnerstag, wurde ein 30- jähriger Münchner von einer Einsatzgruppe der Polizei zum Behördenhof gebracht. Er hat vorher randaliert und sollte in Gewahrsam genommen werden. Einem 29-jährigen Bekannten von ihm, ebenfalls aus München, der stark angetrunken war, passte dies nicht. Offensichtlich wollte er seinen Freund befreien und ging dabei auf einen völlig unbeteiligten 22-jährigen Ordner los, der am Behördenhof stand. Der Bekannte versetzte ihm zunächst einen Kopfstoß und schlug ihn noch mit der rechten Faust. Der Ordner wurde leicht verletzt und begab sich in ärztliche Behandlung. Der 30-Jährige und der 29-Jährige wurden in Gewahrsam genommen. Dem 29-Jährigen erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung.

 

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