Wetterwarnung - Hochwasser-Gefahr steigt Stark- und Dauerregen: "Keller könnten volllaufen"

Regen, Regen, Regen: Das Wetter soll sich zumindest bis Pfingstmontag nicht bessern. Örtlich steigt die Hochwasser-Gefahr. Foto: dpa

Die gesamte Woche werden für Bayern anhaltende und starke Niederschläge erwartet. Vor allem am Alpenrand und in der Nähe von Flüssen könnten Überschwemmungen drohen. Die AZ sprach mit einem Wetter-Experten.

 

München 2013 das große Hochwasser, 2014 Hammer-Temperaturen von bis zu 35 Grad, 2015 Dauerregen und Schneefallgrenzen unter 1000 Metern. Das Pfingswetter macht mal wieder was es will und vielen Pfingsturlaubern und Bayern in hochwassergefährdeten Gebieten einen Strich durch die Rechnung. Die gesamte kommende Woche (mindestens bis Pfingstmontag) wird von nasskaltem Regenwetter bestimmt. Für den Südosten Bayerns warnt der Wetterdienst bereits vor "Dauer- und Starkregen", am Alpenrand gibt es sogar vereinzelt Unwetterwarnungen. In Garmisch-Partenkirchen beispielsweise soll es bis zum Wochenende zwischen 60 und 80 Liter pro Quadratmeter regnen.

Hochwasser-Gefahr steigt

Auch wenn eine so kritische Hochwasserlage, wie vor zwei Jahren nicht zu erwarten ist, wird mit den Niederschlagsmengen in dieser Woche ein Grundstein für eventuelle Hochwasser gelegt. "Anschließend können kleine Niederschlagsmengen das Fass buchstäblich zum Überlaufen bringen", so Experte Mathias Habel von wetteronline.de zur AZ. Habels Tipp für die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung von Bächen und Flüssen: "Menschen in diesen Gebieten sollten regelmäßig die Wetterwarnungen im Auge behalten, die Pegelstände aufmerksam verfolgen und Server, Computer oder ähnliches aus ihren Kellern in Sicherheit bringen."

Schneefallgrenze sinkt

In den Gebirgslagen gibt es laut Habel noch einen weiteren Hoffnungsschimmer: die Schneefallgrenze. Die soll im Laufe der Woche nämlich auf unter 1000 Meter sinken und auch den Brenner in weiß hüllen. Dieser Schnee landet nicht unmittelbar im Boden, lässt dem Wasser Zeit, abzufließen und dämmt so die Hochwassergefahr etwas ein.

 

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