Westenhellweg bel(i)ebter als Neuhauser Straße Fußgängerzonen-Vergleich: Dortmund überholt München

Heuer nur auf Rang zwei: die Neuhauser Straße in München Foto: dpa

Na sowas! Die Dortmunder Flaniermeile ist stärker frequentiert als die Münchener. Und Wolfsburg hängt München bei der Wirtschaftsleistung ab

 

MÜNCHEN Die großen Ketten und Kaufhäuser dominieren das Erscheinungsbild – trotzdem bleiben Deutschlands Fußgängerzonen Besuchermagneten: In den meisten Einkaufsmeilen deutscher Großstädte drängen sich vor allem an Samstagen die Kauflustigen. Am meisten Passanten zieht der Westenhellweg in Dortmund an, München und Köln landen auf Rang zwei und drei. Das hat eine Zählung des Immobiliendienstleisters Jones Long LaSalle ergeben.

Das Unternehmen erhebt die Passanten-Frequenz seit 1999 – erstmals konnte sich nun die Dortmunder Fußgängerzone Platz eins sichern, nachdem sie zuletzt 2005 unter die Top Drei gekommen war. 12950 Besucher flanieren hier in der Stunde entlang, 2000 mehr als im bisherigen Dortmunder Schnitt. Auf Rang zwei landete die Neuhauser Straße mit 11920 Besuchern, auf Rang drei die Schildergasse in Köln. Beide waren in den letzten Jahren stets in der Spitzengruppe vertreten – genau wie die Frankfurter Zeil, die heuer lediglich auf Platz sechs kommt.

Die Kaufingerstraße landete übrigens auf Platz fünf, mehr als 5000 Passanten in der Stunde verzeichnen auch das Tal, die Weinstraße und die Sendlinger Straße. Bei den Luxus-Lagen musste sich die Maximilianstraße erneut der Königsallee in Düsseldorf geschlagen geben – sie landete hinter dem Neuen Wall in Hamburg und der Stiftstraße in Stuttgart auf Rang vier.

Auch in einer anderen Statistik wird München von einem vermeintlichen Außenseiter geschlagen: Beim BIP – also der Summe der erwirtschafteten Leistungen – pro Kopf führt laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Wolfsburg. Mit 92594 Euro pro Kopf lässt die VW-Stadt die BMW-Stadt weit hinter sich – Platz 14 mit 58000 Euro. Wäre allerdings der Landkreis München eine Stadt, er würde Frankfurt vom Platz zwei verdrängen: Fast 82000 Euro pro Kopf werden um München herum erwirtschaftet. Schweinfurt, Ingolstadt und Regensburg belegen die Plätze drei, vier, fünf.

 

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