"Werk 3" am Ostbahnhof Schafe in der Knödelfabrik

Kulturquartier statt Partyzone: So soll das "Werk 3" aussehen, wenn es fertig ist. Foto: Projektgesellschaft Werk 3 Foto: Linda Jessen

Am Freitag wurde der Grundstein für das "Werk 3" im neu enstehenden Werksviertel am Ostbahnhof gelegt. Auf dem Areal ist ein Mix aus Wohnungen, Büros und Ateliers geplant.

Berg am Laim - Es tut sich was am Ostbahnhof. Am Freitag, 7. November, wurde der Grundstein für das neue Kreativquartier auf dem ehemaligen Gelände der Pfanni-Werke gelegt. Fast 20 Jahre nachdem die letzten Knödel die Fabrik verließen, soll jetzt aus dem Gebäude bei der Kunsthalle „WhiteBox“ auf dem Gelände der Kultfabrik das Kreativquartier „Werk 3“ werden.

Auf den insgesamt knapp 38 Hektar Fläche, die bisher als Gewerbestandort und Pilgerstätte für Feierwütige dienten, entsteht in den nächsten Jahren das Werksviertel mit Büros, Ateliers, Läden, Bars und rund 1300 Wohnungen. Das „Werk 3“ bietet auf rund 22.000 Quadratmeter Platz für Büros, Handelsflächen sowie Clubs Bars und Restaurants. Rund 80 Prozent der Flächen sind bereits vermietet.

In der Architektur folgen die Planer dem Trend der Kombination von industriellen Elementen und urbanem Loft-Schick. Dazu gehören die alte Anlieferungsrampe und Lastenaufzüge. Auf diese Weise sollen auch die alten Pfanni-Werke, die 1996 aus München wegzogen nicht in Vergessenheit geraten. Das liegt Grundstückseigentümer Werner Eckart besonders am Herzen. Sein Großvater gründete einst die Knödelfabrik am Ostbahnhof. „Mit dem Werk 3 erreichen wir einen Meilenstein zur urbanen Entwicklung unseres ehemaligen Werksgeländes“, freut sich Eckart. So sollen Gebäude in denen Tonhalle und Nachtkantine untergebracht sind, mitsamt Bühnen erhalten bleiben.

Das erste Element, das neu erweckt wird, ist das „Werk 3“, das dem Gebäude den ursprünglichen Namen zurückgibt. Der am Freitag gelegte Grundstein, ist genau genommen keiner. Denn das Bestandsgebäude bleibt erhalten. Es wird modernisiert, aufgestockt und teilweise erweitert.

Einen speziellen Anblick dürfte die Dachbegrünung bieten. Hier entsteht auf etwa 2500 Quadratmetern eine Kräuter- und Blumenwiese mit einer Gruppe von Felsenbirnen. Um den Almwiesencharme abzurunden, soll im Sommer eine Schafherde dort grasen – quasi eine Miniaturausgabe des Projekts im Englischen Garten. Auch ein Insektenhotel und Bienenkästen sind geplant.

Die Wohnungen im Werksviertel lassen indes noch auf sich warten. Die Eigentümer rechnen erst Anfang 2016 mit dem Satzungsbeschluss aus dem Stadtrat, der den Startschuss für den Wohnungsbau gibt. Im zweiten Quartal 2016 könne dann der Bau beginnen, sagt ein Pressesprecher der Abendzeitung. Die Wohnungen werden teilweise zum Verkauf stehen und teilweise vermietet werden.

 

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