Werder-Stürmer gegen den FC Bayern In der AZ: Zé Roberto erklärt Pizarros ewige Jugend

Spricht in der AZ über Sturm-Oldie Claudio Pizarro (r.): Ex-Bayern-Star Zé Roberto (l.). Foto: David Hecker/Georg Ismar/dpa/AZ

Oldie Claudio Pizarro trifft mit Werder Bremen auf den FC Bayern. In der AZ erklärt Zé Roberto die ewige Jugend des Stürmers.

 

Bremen/München - Aus der Sicht von Zé Roberto ist Claudio Pizarro ja ein echter Jüngling: Der Brasilianer, der insgesamt sechs Jahre für den FC Bayern spielte, beendete Ende 2017 seine Karriere – im zarten Alter von 43 Jahren. Unglaublich. Der große Zé!

Wenn man also herausfinden will, wie Schlitzohr Pizarro, der immerhin 40-jährige Stürmer von Werder Bremen, noch heute die gegnerischen Abwehrreihen verrückt macht, ist Zé Roberto ein guter Ansprechpartner. Dann los: Wie geht das? "Da der Fußball intensiver geworden ist, muss man sich mehr kümmern", sagt Zé Roberto im Gespräch mit der AZ – und meint damit die Pflege des Körpers: "Und der, der sich kümmert, schafft es, die 40 zu erreichen. Wie Claudio Pizarro. Dass er wenige Verletzungen hatte, hilft auch, eine lange Karriere zu haben."

In der Tat: Pizarro hatte in seiner Laufbahn, die er neun Jahre lang bei Bayern verbrachte, viel Glück. Er war kaum einmal länger verletzt. Zufall? "Wenn man den Körper pflegt, hilft er, die beste Performance abzuliefern und lange auf hohem Niveau zu spielen", sagt Zé Roberto.

Bremen-Trainer fragte Pizarro um Rat

Gegen Ende des Jahres 2018 wirkt Pizarro topfit. Als Joker von Werder Bremen erzielte er in dieser Saison bislang drei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Bremens Trainer Florian Kohfeldt holte sich vor der Partie am Samstag Tipps vom Bayern-Kenner. "Ich habe Claudio gefragt, wie er die aktuelle Situation in München einschätzt und welchen Einfluss das auf unser Spiel haben könnte. Er kennt die Verantwortlichen dort ja bestens." Pizarros Antwort: So schlimm ist die Lage bei Bayern dann doch nicht. "Ich bin davon überzeugt, dass sie es aus dem Tief wieder heraus schaffen", sagte der Peruaner bei "t-online.de".

Ob er seine Karriere im Sommer 2019 beendet, ist offen. "Zu Saisonbeginn habe ich angekündigt, dass das mein letztes Jahr wird", sagte Pizarro. "In meinem Kopf habe ich mich darauf eingestellt, es muss also etwas Besonderes passieren, dass ich mich da noch mal umstelle. Und dann weiß ich auch noch nicht, wie ich mich körperlich fühlen werde. Momentan läuft alles gut, aber in sechs Monaten?"

Zé Roberto traut dem Phänomen Pizarro noch einiges zu – sogar den Siegtreffer gegen Bayern. "Ich glaube, ja. Mit seiner Erfahrung kann er Bremen immer noch sehr helfen und einen großen Beitrag leisten."

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading