Werbung im Sport Sportsponsoring: So geht es, so wichtig ist es für die Vereine

Sponsoring ist für viele Unternehmen ein wichtiger Teil des Marketings. Foto: Pixabay @ KeithJJ (CCO public domain)

Mit Sportsponsoring bekommen auch kleine Vereine die dringend notwendige Unterstützung. Wie diese Werbung funktioniert und wie dabei eine Win-Win-Situation entsteht.

 

München - Sportsponsoring kennt jeder von den großen Vereinen. Meist sind es Unternehmen, die den Vereinen Geld zur Verfügung stellen. Mit diesem Geld finanzieren die Vereine den Spielbetrieb oder die Jugendarbeit. Der Verein schließt mit dem Sponsor einen Vertrag ab, in dem genau geregelt ist, welche Geldleistung der Sponsor erbringt und welche Gegenleistung vom Verein er dafür erwarten kann. Die Gegenleistungen können ganz unterschiedlich sein.

Mögliche Gegenleistungen

Bandenwerbung: Auf den Fußballplätzen und in den Sporthallen ist die Bandenwerbung sehr weit verbreitet. Die recht großen Werbeflächen sind nicht zu übersehen, Besucher bei Spielen, Turnieren, Wettkämpfen oder auch anderen Veranstaltungen nehmen die Werbung wahr. Die Besucher nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass Unternehmen XY den Verein unterstützt, sich für den lokalen Sport interessiert und dafür Geld investiert. Diese Sympathie der Besucher wirkt sich im Idealfall direkt auf den Umsatz des Sponsors aus.

Werbung auf der Ausrüstung: Die Ausrüstung ist ebenfalls eine Möglichkeit, das Logo des Unternehmens zu platzieren. Insbesondere die Trikots oder Trainingsanzüge eignen sich hier sehr gut. Gerade bei Mannschaftssportarten ist es wichtig, dass alle Spieler das gleiche Trikot tragen. Hier bietet es sich an, die Trikots bei einem Ausrüster zu bestellen und von diesem Ausrüster auch gleich das Logo oder die entsprechend vereinbarte Werbung aufbringen zu lassen.

Sportsponsporing: Wichtig für Vereine, wichitg für Unternehmen. Der Logoaufdruck auf Trikots oder anderen Teilen der Ausrüstung ist Bestandteil vieler Sponsoringvereinbarungen. Foto: Pixabay @ geralt (CCO public domain)

Weitere Möglichkeiten: Bei den Werbemaßnahmen für die Sponsoren gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Beispielsweise lässt sich Bannerwerbung auf der Internetseite des Vereins positionieren. Eine andere Möglichkeit ist das Schalten von Anzeigen im Vereinsmagazin, das bei den meisten Vereinen regelmäßig erscheint. Auch Durchsagen im Stadion oder der Sporthalle sind möglich, ähnlich wie kleine Werbespots wie sie Radiosender ausstrahlen.

Hilfreich können auch Partnerprogramme sein. Dazu kann der Sponsor beispielsweise auf der Rückseite des Mitgliedsausweises seine Werbung aufbringen lassen. Mit diesem Mitgliedsausweis können dann die Vereinsmitglieder bei den entsprechenden Unternehmen einen Rabatt erhalten. Damit können sich die Sponsoren einen festen Kundenstamm sichern, der die kleine Investition rechtfertigt.

Das bringt das Sponsoring für die Unternehmen

Sponsoring ist für Unternehmen eine alternative Werbeform. Müde von der allgegenwärtigen Werbung stellt sich bei den Verbrauchern so etwas wie Gleichgültigkeit ein, wenn es um Werbung geht. Prospekte wandern in den Müll, Fernsehwerbung lässt sich einfach wegzappen. Sponsoring stellt für die Unternehmen einen anderen Weg dar, die Zielgruppe zu erreichen. Es ist ein Werkzeug in der Kommunikationspolitik der Unternehmen. Sie versuchen damit ihre Leistungen zu präsentieren. Spezielle Attribute eines Vereins, wie Teamgeist, Stärke oder Dynamik, übertragen sich auf das Image des Unternehmens. Es ist eine gute Möglichkeit, das Unternehmensprofil nach außen zu schärfen und für die Verbraucher greifbarer zu machen. Es kann zum Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz werden. Die großen Vereine machen es vor, sie generieren mit ihren Sponsoren Millionenbeträge.

Sportsponsporing: Wichtig für Vereine, wichitg für Unternehmen. Sponsoring ist weltweit ein Millionengeschäft. Auch kleine Vereine können davon profitieren. Foto: Pixabay @ geralt (CCO public domain

Imagegewinn durch soziale Verantwortung

Für kleine Firmen bringt diese Präsenz im Sport einen Imagegewinn. Die Maßnahmen im Sponsoring sind eher unter Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit einzuordnen. Sie bringen das Unternehmen ins Gespräch, sorgen für persönliche Resonanz, was den guten Ruf des Unternehmens pflegt. Zielgruppen lassen sich hierbei in einem nicht kommerziellen Umfeld ansprechen. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen soziale Verantwortung. Die Werbebotschaft verschwindet nicht einfach in einem Anzeigenfriedhof. Vor allem dann nicht, wenn das Unternehmen auf mehrere Arten den Verein unterstützt, sein Logo an vielen Stellen im Vereinsleben sichtbar ist.

Win-win-Situation

Der Nutzen des Sponsorings ist auf beiden Seiten hoch. Der Amateurfußball in Deutschland birgt ein unglaubliches Potenzial. Woche für Woche finden zehntausende Begegnungen statt. Millionen aktiver Fußballer und Zuschauer kommen auf die Fußballplätze. Die Faszination des Sports, die Faszination des Fußballs ist ungebrochen. Hier können Unternehmen auf vielfältige Weise direkt ihre Zielgruppe ansprechen. Außerdem kann das Vereinsumfeld interessante Möglichkeiten bieten, das Netzwerk des Unternehmens zu bereichern. Lukrative Kooperationen können dabei entstehen, die vorher nicht einmal denkbar waren.

Sponsoren finden – so geht’s

Ein Sponsoren-Anschreiben aufsetzen und schon fließt das Geld? Ganz so einfach ist es nicht, Sponsoren zu finden. Für die Vereine bedeutet die Sponsorensuche meist harte Arbeit.

Strategie festlegen – Profil definieren: Ein Verein ist gut beraten, das Sponsoring als langfristiges Projekt anzulegen und Ziele für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu definieren, am besten schriftlich. Mit einem klar definierten Leitbild dazu, was der Verein erreichen möchte, welche sportlichen oder sozialen Ziele er anstrebt. Je klarer das Vereinsprofil ist, umso eher können sich potenzielle Sponsoren mit dem Verein identifizieren und sind dann auch bereit, Geld in den Verein zu investieren.

Aufmerksamkeit erzeugen: Um Sponsoren aufmerksam zu machen, bedarf es einer gewissen Präsenz in der Öffentlichkeit. Im Zeitalter von Social Media ist es relativ kostengünstig und mit wenig Aufwand möglich, Medienreichweite zu erzeugen und diese auch glaubhaft darzulegen.

Die Gegenleistung muss attraktiv sein: Sponsoring ist ein Geschäft, das auf Leistung und Gegenleistung beruht. Bietet der Verein attraktive Leistungen, findet er leichter neue Sponsoren. Natürlich ist die Logo-Präsenz eine wichtige Gegenleistung, sollte jedoch nicht die einzige darstellen.

Sinnvolle Werbemaßnahmen anbieten: Das bedeutet, dass der Verein spezielle Werbemaßnahmen braucht, welche am Ende die Werbeziele des Sponsors erreichen. Ziele können sein:
• eine bestimmte Medienreichweite
• neue Interessenten finden
• Verkaufsplattform bieten
• Imagegewinn
• Netzwerk ausbauen

Häufig kann es sinnvoll sein, nicht nur einzelne Werbemaßnahmen anzubieten, sondern ein Maßnahmenpaket.

Strukturiertes Vorgehen: Es bringt langfristig nicht sehr viel, wahllos Unternehmen zu kontaktieren. Das kostet die Unternehmen kostbare Arbeitszeit und kann zum echten Ärgernis werden. Es ist erfolgversprechender, sich vorher genau zu überlegen, warum welches Unternehmen zum Verein passt und sich eine Sponsoren-Datenbank anzulegen. Der Verein kann diese Unternehmen dann persönlich kontaktieren. Um sich dann zu präsentieren, empfiehlt sich eine inhaltlich gut vorbereitete Sponsoring-Mappe, die dem potenziellen Sponsor genau die Argumente liefern, die er hören möchte.

 

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