Werbe-Plugin "Baboom" soll Spotify und iTunes Konkurrenz machen

Musik über den Computer zu hören, liegt im Trend - davon profitieren auch Spotify und Co. Foto: Lasse Kristensen/ddp images

Musikstreaming liegt nach wie vor voll im Trend. Ab 2014 sollen die etablierten Anbieter wie Spotify und iTunes neue Konkurrenz bekommen: Die Webseite "Baboom" will mit einem Werbemodell der besonderen Art online kostenlose Musik anbieten. Hinter dem Projekt steckt der streitbare Unternehmer Kim "Dotcom" Schmitz.

 

Stockholm - Mit Musikstreaming lässt sich durchaus ordentlich Geld verdienen: Rund vier Milliarden Euro soll Vorreiter Spotify mittlerweile wert sein. Kampflos wird das schwedische Unternehmen seine Vormachtstellung bei den Streaming-Usern aber wohl nicht behalten können. So soll zum Beispiel ab 2014 ein neues Projekt namens "Baboom" Spotify und iTunes Beine machen. Der Unternehmer Kim "Dotcom" Schmitz will den Hörern eine neue Alternative anbieten - die soll dann nicht nur streamen, sondern zusätzlich auch Musik verkaufen können.

Im Januar solle ein erster Test starten, ein paar Monate später werde das Projekt dann richtig Fahrt aufnehmen, sagte Schmitz der Webseite "wired.co.uk". "Wir machen einen iTunes-Spotify-Hybrid-Mitbewerber, der es den Künstlern erlaubt, direkt an ihre Fanbasis zu verkaufen und 90 Prozent des Geldes zu behalten", gewährte er Einblick in seine Pläne.

Aber auch mit dem kostenlosen Streaming sollen die Bands Geld verdienen können, wie es heißt. Künstler wie Radiohead-Sänger Thom Yorke ("Black Swan") oder Placebos Brian Molko hatten Spotify in der Vergangenheit für dir ihrer Ansicht miese Bezahlung für unbekanntere Bands gerügt. Das Geld für die Bands will Schmitz auf einem eher ungewohnten Wege generieren, wie er in dem Interview verriet: User sollen ein Plug-In installieren, das beim Surfen im Netz bei Baboom geschaltete Reklame anstelle anderer Werbung anzeigen soll. Das könnte vor allem zulasten Googles gehen, das viel Geld mit solcherlei Anzeigen macht.

"100 Prozent des Geldes wird dem User gutgeschrieben, der es dann für Musik ausgeben kann", sagte Schmitz. Das sei gewissermaßen Entlohnung für die Werbung, der sich die Surfer aussetzen. "Wir schätzen, dass die User in der Lage sein werden, zehn zusätzliche Alben im Jahr zu kaufen, ohne dafür zu bezahlen."

 

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