Im Trainingslager der Nationalelf muss er bis zum WM-Start um die Fitness kämpfen, nach dem Turnier in Russland will er sich dann mit den Bayern-Bossen an einen Tisch setzen: Zieht es Jérôme Boateng aus München weg? 

München - "Bis 17. Juni werden wir uns alle in den perfekten Zustand bringen, um wieder stark zu sein", sagt Bayern-Profi Mats Hummels mit Blick auf das erste WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalelf gegen Mexiko.

Vor zwei Jahren bei der EM in Frankreich sah das noch anders aus. Da hatte sich der Fußball-Arbeiter Hummels mit einer Muskelverletzung durch die Turnier-Vorbereitung geschleppt, verpasste sogar das erste Gruppenspiel. Jetzt ist sein Stammpartner in der Innenverteidigung, Jérôme Boateng, in einer ähnlichen Situation.

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Der Bayern-Kollege muss bis zum WM-Start um die Fitness kämpfen. "Wir haben ein paar gute Alternativen, die sind alle stark", sagte Hummels unbesorgt. Antonio Rüdiger vom FC Chelsea und Niklas Süle vom FC Bayern gelten als erste Kandidaten für den Platz neben Hummels, falls es Boateng nicht rechtzeitig zum ersten Spiel schafft. Hummels: "Wir haben mit Matthias Ginter und Jonathan Tah noch zwei zusätzliche Möglichkeiten. Dann wird man sehen, was der Trainer für eine taktische Marschroute hat, Dreier- oder Viererkette", sagte Hummels.

Boateng: Im WM-Trainingslager wieder am Ball

Boateng trainierte am Dienstag erstmals seit seinem im Hinspiel gegen Real Madrid erlittenen Muskelbündelriss in den linken Adduktoren wieder mit dem Ball. Und während der intensiven Reha-Einheit drehte er im Fitness-Zelt voll auf: Der 29-Jährige bringt sich mit HipHop-Beats in WM-Form.

"Bei Jerome sind wir sehr, sehr zuversichtlich. Er hat schon mit dem Ball gearbeitet, ist bei 80 Prozent vom maximalen Speed. Das werden wir weiter aufbauen. Wenn alles so läuft wie geplant, kann er nächste Woche mit der Mannschaft trainieren", berichtete Co-Trainer Thomas Schneider in der Mittwochs-PK des DFB.

Nach dem Turnier in Russland geht es dann mit Blick auf seine Zukunft beim FC Bayern ans Eingemachte. Boateng selbst hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob er auch unter dem neuen Trainer Niko Kovac in München bleibt. Beide Parteien wollen laut "Sport Bild" die WM abwarten. 

Die Bayern-Bosse sollen bei einem "sehr guten Angebot" bereit sein, den Innenverteidiger - Vertrag bis 2021 - ziehen zu lassen. Mit dem Hoffenheimer Kevin Vogt ist zudem schon eine personelle Alternative im Gespräch.

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