Wenig Technik, viel Gewalt Mit gebrochener Hand! Huck prügelt sich zur Titelverteidigung

Kraft statt Technik - die Bilder vom WM-Fight zwischen Marco Huck und Dmitro Kutscher Foto: dpa

Schön war dieser Kampf nicht. Marco Huck und sein Gegner Dmitro Kutscher lieferten sich am Samstagabend eine wilde Prügelei um den IBO-Weltmeistertitel im Cruisergewicht.

Hannover - Profiboxer Marco Huck bleibt IBO-Weltmeister im Cruisergewicht. Der 32 Jahre alte Berliner bezwang Samstagnacht in Hannover Europameister Dmitro Kutscher aus der Ukraine nach zwölf Runden mit einem einstimmigen Punktsieg (117:111, 119:109, 117:11). Huck hat seit Februar den Gürtel des weniger bedeutenden Verbandes IBO inne. Für den Deutschen war es der 40. Sieg im 44. Kampf. Kutscher kassierte in seinem 27. Profifight die zweite Niederlage.

Huck seit fünften Runde mit gebrochener Hand gehandicapt

In einem sehr intensiven Gefecht setzten beide Boxer auf ihre Schlaghärte. Sichtbare Wirkung konnten sie damit aber nicht erzielen. Herausforderer Kutscher wirkte boxerisch etwas filigraner, Huck punktete mit explosiven Aktionen. Die entschieden das Duell letztlich zugunsten des Titelverteidigers.

Wie sich später herausstellte, musste Huck seit der fünften Runde mit einer gebrochenen rechten Schlaghand kämpfen. Wie "Bild" am Sonntagvormittag berichtet, soll Huck sofort gemerkt haben, dass seine Hand gebrochen ist. Im Krankenhaus in Hannover bestätigte sich der Verdacht noch in der Nacht. "Ja, die ärztliche Untersuchung in den Morgenstunden in Hannover hat einen Mittelhandbruch ergeben“, zitiert die Zeitung Hucks Bruder Kenan.

Huck, der sich Ende 2014 vom Sauerland-Boxstall getrennt hat und seither auf Erfolgstrainer Ulli Wegner verzichten muss, wurde zum zweiten Mal von Klitschkos TV-Partner RTL übertragen. Die Klitschko Management Group (KMG) hat Anteile an den TV-Rechten für Huck-Kämpfe erworben.

 

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