Wen nimmt Löw mit zur EM? DFB-Elf: Das Kader-Chancen-Barometer

Bis zum 30. Mai hat Jogi Löw Zeit sich zu entscheiden, wen er zur EM mitnimmt. Foto: dpa

Wer darf mit zur EM? Eine grobe Stammelf hat der Bundestrainer wohl schon im Kopf, doch die restlichen EM-Tickets sind hart umkämpft. Welcher Spieler, was für Chancen hat!

 

München -  Eine Stammelf hat Bundestrainer Joachim Löw für die EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) bereits im Kopf, dahinter ist der Kampf um die Plätze offen. Zwölf der 23 Tickets für die Euro können als vergeben angesehen werden. Aus diesem Dutzend sowie einem Rechtsverteidiger und Kapitän Bastian Schweinsteiger - so er fit wird - wird der engere Kreis der Startformation bestehen.

Prominentestes "Opfer" könnte Lukas Podolski werden, sportlich hat der Weltmeister wenig Argumente. Seinen Platz könnte in Leroy Sané (20) ein Youngster einnehmen. Sollte der zuletzt etwas schwächelnde Schalker seine Form wieder finden, ist er mit seiner Fähigkeit zum Tempo-Dribbling eine dringende Alternative.

Löws grundsätzliche Kandidatenliste umfasst 42 Spieler. Robert Huth kommt nur im Ausnahmefall in Frage, Max Kruse hat nach der Ausbootung in der Vorwoche wohl keine Chance mehr.

Im Tor dürfte Marc-André ter Stegen die klare Nummer zwei hinter Manuel Neuer sein, obwohl er gegen Italien einige Wackler hatte. Um den Posten als Nummer drei - oder wie Torwarttrainer Andreas Köpke sagt, "2b" - kämpfen der favorisierte Kevin Trapp, Bernd Leno und Weltmeister Ron-Robert Zieler.

Sonderfälle sind die derzeit verletzten Jerome Boateng, Schweinsteiger und Benedikt Höwedes, die bei entsprechender Verfassung einen Platz sicher haben. Boateng dürfte sicher fit werden, Höwedes ist auf einem guten Weg, im Fall von Schweinsteiger wird es ein Wettlauf gegen die Zeit. Deshalb ist der Leitwolf trotz seines Standings ein Wackelkandidat.

Rechts hinten hat Emre Can die besten Karten, ein Comeback könnte der auch 2014 erst kurz vor der WM in den Kader gerutschte Erik Durm feiern. Beste Chancen von den zahlreichen U21-Spielern hat neben Sané der vielseitige Münchner Joshua Kimmich.

Aus der Riege der zitternden Weltmeister konnten Shkodran Mustafi und Julian Draxler gegen Italien Pluspunkte sammeln. Eng wird es außer bei Podolski auch für Weltmeister Christoph Kramer.

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Sicher fehlen werden aus dem Kreis der 23 Weltmeister von 2014 fünf Spieler: Kapitän Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose sind zurückgetreten. Kevin Großkreutz ist bei Löw außen vor, Roman Weidenfeller ist in Dortmund nur noch die Nummer zwei.

Welcher DFB-Spieler, was für chancen hat, sehen Sie in obiger Bilderstrecke.

 

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