Weltcup-Abfahrt Weidle und Rebensburg nähern sich WM-Form - Maier "happy"

Kira Weidle wurde in Cortina D'Ampezzo Abfahrts-Vierte. Foto: Marco Trovati/AP/dpa

Das deutsche Abfahrtsduo Weidle und Rebensburg nähert sich vor dem Saisonhöhepunkt der WM-Form an. Mit den Plätzen vier und fünf in Cortina d'Ampezzo sorgen die DSV-Asse für ein tolles Teamergebnis. Sportdirektor Maier warnt aber vor zu großen Erwartungen.

 

Cortina d'Ampezzo - Gut zwei Wochen vor der Ski-WM in Are präsentieren sich die deutschen Abfahrts-Asse Kira Weidle und Viktoria Rebensburg schon fast in Medaillen-Form.

In Cortina d'Ampezzo raste Weidle beim erneuten Sieg von Ramona Siebenhofer aus Österreich auf Rang vier, Rebensburg wurde Fünfte. Der 22 Jahre alten Weidle fehlten nach Platz acht am Freitag diesmal nur 0,12 Sekunden zum Sprung auf das Podest. "Wenn sie so weiter macht, kann sie schon zu einer Geheimfavoritin auf eine Medaille werden. Sie lässt es krachen, ist wirklich extrem stark", lobte Rebensburg ihre junge Teamkollegin.

"So langsam rückt die WM näher. Aber ich mache mir keinen Druck, versuche es zu genießen", betonte Weidle, die bereits mit dem dritten Rang in der ersten Saison-Abfahrt Ende November in Lake Louise hatte aufhorchen lassen. Mit Blick auf den Saisonhöhepunkt in Schweden nun etwas "anders zu machen, wäre das Falsche", sagte die Starnbergerin. "Ich vertraue darauf, was ich kann." Sie sei froh, sich endlich in den Top 15 fest etabliert zu haben. "Es ist das Ziel jeder Skirennläuferin im Weltcup, bei der Auslosung dabei zu sein. Da gehört man auf alle Fälle zur erweiterten Weltspitze."

Alpinchef Wolfgang Maier freute sich über die gute Teamleistung. Denn auch die schon für die WM qualifizierte Michaela Wenig sammelte mit Rang 25 erneut Weltcup-Punkte. Und zwei deutsche Top-Fünf-Resultate in einer Abfahrt gab es zuletzt im Dezember 2008, als Maria Höfl-Riesch Dritte und Gina Stechert Vierte wurden. "Eigentlich müsste man richtig happy sein damit. Was heißt eigentlich, das sind wir auch. Sie machen wirklich gute Fortschritte und entwickeln sich langsam zu einem Speedteam", lobte Maier. "Schade ist, dass wir so knapp neben dem Podium liegen. Das ist schon immer das große Ziel."

Nicht zuletzt deshalb bemühte sich der ehemalige Damen-Chefcoach, vor Are nicht zu große Erwartungen zu schüren. Vor allem bei Weidle ist er vorsichtig. "Wenn sie bei der WM für eine Überraschung sorgen kann, dann ist es gut. Aber wir haben noch einiges zu tun, bevor wir das Podium mit Ansage attackieren können", betonte er. Maier warnte davor, ihr nun die Bürde einer Medaillenkandidatin aufzuerlegen, und widersprach in dem Punkt seiner Topfahrerin Regensburg. "Das ist die Beurteilung von der Vicky, nicht meine. Das ist mir auch nicht recht", sagte er. Zu groß sei die Gefahr einer Enttäuschung.

Etwa so wie bei Lindsey Vonn, die sich in ihrem zweiten Rennen nach dem Comeback zwar verbesserte, mit Rang neun aber erneut den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. "Es war unglaublich schön zu fahren, aber nicht so erfolgreich, wie ich gedacht habe", gestand die 34-Jährige. Dass Vonn (82 Weltcup-Siege) in ihrer letzten kompletten Saison noch den Rekord von Ingemar Stenmark (86) knackt, wird allein rechnerisch immer unwahrscheinlicher. Auch wenn sie selbst es anders sieht: "Ich habe noch viele Möglichkeiten. Nicht sooo viele, aber doch genug." Die nächste kommt am Sonntag im Super-G (11.15 Uhr/ARD).

 

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