Welche Straftat verjährt Mord und Totschlag: Was ist der Unterschied?

Verjährt Mord wirklich nicht? Und wann handelt es sich um Totschlag? Foto: dpa

Mord verjährt nicht? Stimmt dieser Spruch wirklich? Und wenn ja, warum eigentlich nicht? Und was hat es mit Totschlag aufsich? Hier erklären wir die beiden Begriffe.

 

Hof - Seit 1979 gilt in Deutschland: Mord verjährt nicht. Damals wurde das Strafgesetzbuch (StGB) geändert, da Verbrechen aus dem Dritten Reich sonst möglicherweise verjährt wären. Wer als Mörder überführt wird, muss die Tat mit lebenslanger Haft büßen - das bedeutet mindestens 15 Jahre Gefängnis. Dafür müssen bestimmte Motive wie Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier oder andere niedrige Beweggründe erfüllt sein. Als Mörder gilt unter anderem auch, wer einen Menschen grausam, heimtückisch oder um eine andere Tat zu verdecken tötet.

Wer einen Menschen vorsätzlich tötet, ohne eines der Mordmerkmale zu erfüllen, wird wegen Totschlags nicht unter fünf Jahren Haft bestraft. Doch Totschlag kann verjähren - und zwar nach 20 Jahren. In besonders schweren Fällen auch erst nach 30 Jahren, dann kommt aber bei einer Verurteilung auch eine lebenslange Freiheitsstrafe in Betracht.

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