Weiter Vorstandsboss Rummenigge und seine Bayern-Mission 2021

Wie von Uli Hoeneß gewünscht bleibt Karl-Heinz Rummenigge bis Ende 2021 als Vorstandsboss des FC Bayern im Amt. Foto: Matthias Balk/dpa

Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verlängert den Vertrag und bildet weiter das Führungsduo mit Uli Hoeneß. Der Klubpräsident sagt: "Er ist der richtige Mann."

 

München - Karl-Heinz-Rummenigge wurde am Mittwochabend nach dem 1:0 gegen Leipzig in den Katakomben der Allianz Arena an seine Ankündigung erinnert, ja noch vor Weihnachten eine Entscheidung über seine Zukunft als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern treffen zu wollen.

"Da habe ich ja noch fünf Tage Zeit", antwortete der 63-Jährige schlagfertig und grinste. Wer Rummenigge dabei in die Augen sah, der konnte schon erahnen, was folgen würde. Nur zwei Tage später hat Rummenigge Fakten geschaffen. Am Freitag gaben die Bayern bekannt, dass er seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender, der Ende 2019 ausgelaufen wäre, bis 2021 verlängert.


Umbruch in der FCB-Führungsetage hat Pause

"Ich darf mich beim gesamten Aufsichtsrat und insbesondere beim Aufsichtsratsvorsitzenden Uli Hoeneß für das Vertrauen bedanken, das mir nun erneut entgegengebracht wurde", sagte Rummenigge und kündigte an: "Unsere wichtigste Aufgabe in den kommenden Jahren wird es sein, den FC Bayern so weiter zu entwickeln, dass wir auch in der Zukunft einer der erfolgreichsten europäischen Spitzenklubs bleiben."

Damit bildet Rummenigge weiterhin gemeinsam mit Präsident Uli Hoeneß das mächtige Führungsduo des Klubs. Der Umbruch in der Führungsetage der Bayern hat also Pause. Denn bereits am Dienstag war Hoeneß einstimmig als Aufsichtsratsvorsitzender der Münchner bestätigt worden. Das Kontrollgremium wird für vier Jahre gewählt.

"Die Zukunft des FC Bayern und die Gestaltung des Umbruchs in den nächsten Jahren kann nur mit der Innovationskraft von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gestaltet werden", sagte Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber schon nach Bekanntgabe dieser Personalie der AZ.

FC Bayern will sich Oliver Kahn "warmhalten"

Hoeneß hatte zuletzt über einen möglichen Rückzug in den nächsten zwei, drei Jahren sinniert. Im November 2019, wenn seine aktuelle Amtszeit als Präsident abläuft, wird er sich wohl aber auch wieder zur Wahl stellen. Bis mindestens 2021 wird Hoeneß in gemeinsamer Mission mit Rummenigge wirken.

"Meine Kollegen im Aufsichtsrat und ich selbst freuen uns sehr darüber, dass wir uns mit Karl-Heinz Rummenigge frühzeitig auf eine Verlängerung seines Vertrages verständigen konnten", sagte Hoeneß: "Er hat in den vergangenen 16 Jahren seine Qualitäten in diesem Amt eindrucksvoll unter Beweis gestellt, und wir sind sicher, dass er der richtige Mann ist, um die FC Bayern München AG auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu führen."

Damit sind die Überlegungen zu einem Einstieg von Oliver Kahn zumindest vertagt. Kurzfristig dürfte der frühere Nationaltorwart und Ex-Bayern-Kapitän kaum in die Chefetage einziehen – wenn überhaupt. "Ich kann Ihnen versichern, dass der Name Oliver Kahn in unseren Überlegungen eine Rolle spielt", hatte Hoeneß vor drei Wochen bei der Jahreshauptversammlung gesagt, aber auch: "Einem Kaliber wie Karl-Heinz Rummenigge nachzufolgen, ist keine einfache Sache."

Hoeneß kündigte damals an, dass man sich Kahn für den FC Bayern "warmhalten" wolle. Nun ist klar: bis mindestens 2021.

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