«Weißbuch» veröffentlicht Peking macht USA für Handelskrieg verantwortlich

Die Nationalflaggen der USA und Chinas. Der Handelsstreit beider Länder sorgt weltweit für Sorge. Foto: Andy Wong/AP/dpa

Verantwortlich für den Zwist sind die USA, man selbst sei aber weiter zu Gesprächen bereit: In einem Positionspapier des chinesischen Staatsrats macht Peking seine Sicht auf den Handelsstreit mit Washington deutlich. Und macht zugleich klar, wo die Grenzen der Kompromissbereitschaft liegen.

 

Peking - China hat die US-Regierung für die Eskalation des laufenden Handelskonflikts verantwortlich gemacht und gleichzeitig Gesprächsbereitschaft signalisiert.

"China will keinen Handelskrieg, hat aber auch keine Angst davor", hieß es in einem am Sonntag veröffentlichten "Weißbuch" des chinesischen Staatsrats.

Man sei bereit, "mit den USA zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu finden und ein für beide Seiten vorteilhaftes Win-Win-Abkommen zu erzielen", hieß es in dem Positionspapier weiter. Es gebe jedoch Grenzen. So werde China in "Grundsatzfragen" keine Kompromisse eingehen.

"Die Souveränität und Würde eines Landes muss respektiert werden und jede Einigung zwischen den beiden Seiten muss auf Gleichheit und gegenseitigem Nutzen beruhen", hieß es weiter. "China ist offen für Verhandlungen, wird aber bis zum Ende kämpfen, wenn es nötig ist." Die Regierung habe genügend Spielraum, um die Gesundheit der chinesischen Wirtschaft auch bei Spannungen zu gewährleisten.

Der Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften hatte an diesem Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht. In der Nacht zu Samstag traten als Vergeltung auf bereits verhängte Abgaben Washingtons neue Strafzölle der Chinesen in Kraft. Die Abgaben betreffen US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar. Je nach Produkt gelten Zölle von bis zu 25 Prozent. Insgesamt sind 5140 Produkte betroffen.

 

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