Weil Ismaik-Protest verboten werden soll TSV 1860: Löwen-Fans kontern Gorenzel und Scharold - "Blanker Hohn"

Protest gegen den umstrittenen Investor Hasan Ismaik (li.), die beiden Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel (li.) und Michael Scharold. Foto: AZ-Montage/imago/Lackovic/MIS

Nachdem die KGaA versucht hat, den Verkauf von Anti-Ismaik-T-Shirts zu verhindern, reagieren nun die kritisierten Löwenfans gegen Rechts – und attackieren ihrerseits die Geschäftsführer des TSV 1860 scharf.

München - Die Konfrontation zwischen den "Löwenfans gegen Rechts" und der Geschäftsführung des TSV 1860 eskaliert ungebremst.

TSV 1860: Attacke gegen die Löwen-Bosse

Nachdem die Bosse der KGaA, Michael Scharold und Günther Gorenzel, eine geplante Protestaktion gegen Investor Hasan Ismaik öffentlich aufs Schärfste kritisierten, reagierte nun die Faninitiative.

Und attackierte ihrerseits die beiden Löwen-Geschäftsführer nicht minder scharf. Verwiesen wird auf das Anti-Ismaik-Banner aus der Westkurve des Grünwalder Stadions, das auf der 1860-Homepage wegretuschiert worden war

"Die KGaA hat sich von der Zensur bis heute nicht distanziert. Umso paradoxer erscheint uns daher die Stellungnahme der beiden Geschäftsführer vom 11. April. In dieser Stellungnahme fordern sie unter anderem: 'Meinungsfreiheit sollte eine Selbstverständlichkeit sein'", heißt es in einer verschickten Erklärung.

Löwenfans gegen Rechts: "Blanker Hohn"

Gleichzeitig habe die Geschäftsführung den für Samstag geplanten T-Shirt-Verkauf mit einem aufgedruckten Anti-Ismaik-Banner vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster (14 Uhr, live im BR und im AZ-Liveticker) verurteilt und erklärt, dass die "Löwenfans gegen Rechts" so "eine weitere Eskalation zwischen den Fans billigend in Kauf nehmen würden".

Die Fangruppierung erklärt dazu: "Für uns blanker Hohn. Die Geschäftsführer der KGaA vermeiden es, kommerzielle Internet-Blogs konkret zu benennen, auf denen bei 1860 ehrenamtlich tätige Personen beleidigt, diffamiert und bedroht und sogar Morddrohungen toleriert werden. Wir selbst dagegen werden namentlich an den Pranger gestellt, weil wir zuvorderst das Recht auf Meinungsfreiheit und Satire leben und verteidigen. Wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen?"

Anti-Ismaik-T-Shirts sollen verschenkt werden

Drastische Vorwürfe gegen die KGaA! Dabei beließ es die Faninitiative aber nicht. "Wo ist das Engagement unserer Geschäftsführer, wenn Nazis im Stadion auf dem Zaun sitzen? Wo ist das Engagement der KGaA-Verantwortlichen, wenn sich Rechtsextreme im Umfeld des Stadions herumtreiben? Wo ist eine deutliche Positionierung gegen Diskriminierung, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht?", wird weiter kritisiert: "Wo sind die Erklärungen der Geschäftsführer der KGaA bezüglich Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen gegen Amtsträger des Muttervereins?"

Um der KGaA trotz aller Kritik entgegen zu kommen, erklären die "Löwenfans gegen Rechts", "werden wir die produzierten T-Shirts nicht verkaufen, sondern verschenken".

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