Weichen sind gestellt München: Stadtrat gibt grünes Licht für Bau der U9

Ein Blick in die Zukunft: So soll die U9-Haltestelle am Hauptbahnhof im Jahr 2037 aussehen. Foto: MVG

Der Stadtrat hat für die Entlastungsspange der U9 gestimmt – Wer sie zahlt, ist allerdings noch offen.

 

München - So viel steht fest", resümiert OB-Kandidatin Katrin Habenschaden (Grüne): "Es ist ein wichtiger Beschluss." Umso weniger fest steht noch immer, wer die 393 Millionen Euro für den geplanten U9-Vorhaltebahnhof am Hauptbahnhof und die 100 Millionen Euro für die weitere Planung bis 2025 zahlen soll (AZ berichtete). Die U9 soll eines Tages die Münchner Freiheit, den Hauptbahnhof und die Implerstraße verbinden.

Wolf (Linke) für Bahnhof, aber gegen weitere Planung

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat zwar eine Finanzierung vom Bund in Aussicht gestellt, indem er ankündigt, die Bewertungskriterien ändern zu lassen, einige Stadträte zweifeln aber an der Verlässlichkeit.

Größte Kritikerin ist Brigitte Wolf (Die Linke). Sie hat so starke Bedenken, dass sie zwar für die U9-Haltestelle am Hauptbahnhof, aber gegen die weitere Planung war – und schlussendlich als einzige Stadträtin im Saal den Antrag ablehnte.

MVG-Chef: "U9 wird das Netz spürbar entlasten"

OB Dieter Reiter (SPD) findet das verwirrend und unlogisch. Er sagt zu Wolf: "Ich verstehe Sie intellektuell nicht. Wie können Sie für den Bahnhof, aber gegen die weitere Planung sein?" Lob für den Beschluss gab es von MVG-Chef Ingo Wortmann: "Die U9 wird das Netz spürbar entlasten, den Betrieb stabilisieren und ihn damit vor dem Kollaps bewahren."

CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl warnt: "Wir müssen jetzt aber ehrgeizig bleiben. Weitere Linien und Streckenverlängerungen müssen folgen. Anders sind die Herausforderungen dieser wachsenden Stadt nicht zu meistern."

Lesen Sie hier:  AZ-Kommentar zur U9

 

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