Wegen Modellauto-Firma ihres Mannes Landtag: Opposition nimmt Haderthauer unter Beschuss

Modell-Autos für 30 000 Euro: Hubert Haderthauer mit seiner Frau, Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer. Foto: Helmut Reister

Vernachlässigung der Fachaufsicht, Befangenheit, zweifelhafte Amtsführung? Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) steht am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags unter Beschuss.

 

München - SPD und Grüne wollen am Donnerstag ab 9.15 Uhr im Sozialausschuss des Landtags einen Frontalangriff auf Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) starten.

Die SPD wirft Haderthauer die Vernachlässigung ihrer Fachaufsicht vor, die Grünen Befangenheit und zweifelhafte Amtsführung. Anlass sind Berichte des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ über Geschäfte Haderthauers und ihres Mannes mit Luxus-Modellautos.

Die Firma, an der Haderthauers Mann beteiligt war, hatte Modellautos verkauft, die psychisch kranke Straftäter gebaut hatten. 2008 verkaufte er seine Beteiligung – in dem Jahr, in dem seine Frau Sozialministerin wurde. In diesem Amt ist Christine Haderthauer zuständig für die Fachaufsicht über die forensische Psychiatrie.

Der „Spiegel“ hatte zuletzt berichtet, dass Haderthauer drei Jahre nach ihrer Berufung ins Kabinett im Jahr 2011 einen Vergleich mit dem früheren Mitgesellschafter geschlossen habe. Sowohl SPD als auch Grüne wollen wissen, ob das stimmt und ob Haderthauer damit Privatgeschäfte und Amt vermischte.

 

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