Wegen Indianer-Shooting Germanys Next Topmodel: Rassismusvorwürfe gegen Heidi Klum

Heidi Klum ließ ihre Mädchen zu Indianerinnen stylen Foto: ProSieben/ Oliver S., Christian Anwander

Schon vor zwei Wochen postete Heidi Klum die Bilder von ihren "Germany's Next Topmodel"-Mädchen im Indianer-Dress auf ihrer Facebook-Seite - doch die Kommentare zu dem Fotoshooting wollen nicht abreißen. Der Grund: Viele werfen der vierfachen Mutter Rassismus vor.

 

Los Angeles – Mit einem scheinbar harmlosen Foto-Shooting im Indianer-Look für "Germany's Next Topmodel" hat Heidi Klum (40) einen Shitstorm heraufbeschworen. Der Grund: Viele Amerikaner, ob mit oder ohne Ureinwohner-Wurzeln, finden das Styling der angehenden Models - und damit auch Heidi - rassistisch. "Endlose Weite und einsame Wildnis - meine Girls beim Shotting in Utah", schreibt die Model-Mama stolz auf Facebook und zeigt ihre Mädchen im Federschmuck.

Schon vor zwei Wochen postete Klum die Bilder, doch die Kommentare wollen nicht abreißen. "Unglaublich beleidigend. Das ist immens unverschämt und unsensibel", schreibt ein empörter User. "Die Fotos sind abscheulich und ignorant. Die Gräueltaten, die gegen Ureinwohner begangen worden sind, sollten nicht zu Unterhaltungszwecken missbraucht werden", heißt es in einem anderen Kommentar.

Manche stören sich jedoch nicht nur an dem unglücklich gewählten Thema, sondern vor allem auch an der kulturellen Ungenauigkeit. "Federhauben sind nicht für Frauen gedacht, und schon gar nicht für eine weiße, deutsche Frau", klärt ein weiblicher User auf. "Was weiß ein deutsches Mädchen schon von amerikanischen Ureinwohnern oder deren Kultur - Offensichtlich NICHTS!!!!" wütet eine andere Userin.

Andere stören sich offensichtlich weniger an den Bildern. "Ein toller Weg, um amerikanische Ureinwohnerkultur darzustellen. Und ja, ich bin Ureinwohnerin. Kommt mal wieder runter, ihr Nörgler", heißt es in einem Kommentar. "Kunst ist Kunst. Das sind schöne Bilder", lobt ein anderer. Eine Frau bringt es mit einem lapidaren Kommentar auf den Punkt: "Sie hätten sich als Cowboys verkleiden sollen, dann hätte niemand ein Wort gesagt." Beinahe 15.000 Menschen haben den Bildern einen "Daumen hoch" gegeben.

Heidi Klum selbst, die mehrere Jahre mit dem afroamerikanischen Sänger Seal (51) verheiratet war und mit ihm drei Kinder hat, hat sich bislang noch nicht zu den Rassismus-Vorwürfen geäußert. Die vierfache Mutter ist derzeit als Jurorin bei der Casting-Show "America's Got Talent" tätig.

 

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