Wegen fahrlässiger Tötung Nebenkläger will elf Jahre Haft für OEZ-Waffenhändler

, aktualisiert am 15.01.2018 - 10:54 Uhr
Der Angeklagte Philipp K. (M.) mit seinen Anwälten David Mühlberger (l.) und Sascha Marks. Foto: Sven Hoppe/dpa

Im Prozess gegen den Waffenbeschaffer des Münchner Amokläufers hat ein Vertreter der Nebenklage eine Haftstrafe von mindestens elf Jahren gefordert.

 

München - Dem 33-jährigen Philipp K. werden unter anderem illegaler Waffenhandel, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Er habe nach dem Motto gehandelt: "Was kümmert mich das Leid der anderen - Hauptsache, der Umsatz stimmt", sagte der Rechtsanwalt eines der Opfer am Montag vor dem Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am vergangenen Mittwoch plädiert und eine Haftstrafe von sieben Jahren und zwei Monaten gefordert.

Der Angeklagte aus Marburg (Hessen) hatte zu Prozessbeginn zugegeben, dass er die Schusswaffe verkauft hatte, mit der der 18-jährige David S. am 22. Juli 2016 am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und sich selbst tötete.

Mehr als 15 Rechtsanwälte vertreten rund 25 Angehörige der Opfer in dem Prozess. Ein Urteil wird erst in den nächsten Verhandlungstagen erwartet.

 

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