Wegen Breno Arzneimittelgesetz: FC Bayern im Visier der Ermittler

Breno soll das Schlafmittel "Stilnox" aus einem Medizinschrank des FC Bayern genommen haben. Staatsanwalt: "Gegen den FC Bayern wird nun ermittelt".

 

München - Erneut haben Gutachter im Fall von Breno Vinícius Rodrigues Borges ausgesagt und sich auch zu einer eventuellen Verminderung der Schuldfähigkeit geäußert. Psychiater Hennig Saß hann nicht ausschließen, dass der Fußballer zur Tatzeit vermindert schuldfähig gewesen ist. Aber: "Die alkoholbedingte Beeinträchtig in der Zeit gegen Mitternacht (Tatzeit, die Red.) war nicht mehr so ausgeprägt. Deshalb habe ich an einer echten Amnesie Zweifel."

Breno habe vor der Tat Alkohol konsumiert und das Schlafmittel "Stilnox" eingenommen. Das Medikament soll er nach eigenen Angaben aus dem Medizinschrank des FC Bayern entnommen haben. Das hat nun juristische Folgen für die Bayern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Verein wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Das bestätigte Presse-Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Psychiater Saß charakterisiert den Kicker als einfach strukturiert: "Früh wurde bei ihm intensiv das Fußballspielen gefordert. Die Schule spielte keine Rolle." Ihm sei mangels Deutschkenntnissen die Integration in Deutschland sehr schwer gefallen. Seine Ehefrau und sein Manager Guillermo Dimiranda hätten sich um alles gekümmert: "Es war eine Dreiergemeinschaft, die nicht so ganz durchsichtig gewesen ist. Breno ist der Schwächere gewesen."

Borges hatte nicht einmal einen deutschen Führerschein. Dies hielt ihn allerdings nicht davon ab, sich am 26. März 2009, gegen 16.30 Uhr, hinter das Steuer seines Audi Q7 zu setzen. Auf der A 8 Richtung Salzburg wurde er von der Polizei kontrolliert. Das Verfahren gegen Breno ist gegen Zahlung von 50.000 Euro an die Staatskasse eingestellt worden. In monaltichen Raten von 10.000 Euro konnte der Fußballer seine Strafe abstottern.

 

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