Wegen Äußerungen im Internet Nordost-AfD schließt Ex-Parteichef Arppe aus Partei aus

Die Fraktion hatte Arppe bereits verlassen, den freiwilligen Austritt aus der Partei hatte er abgelehnt. Foto: Stefan Sauer/dpa

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern zieht Konsequenzen aus gewaltverherrlichenden Äußerungen ihres früheren Landesvorsitzenden Holger Arppe und schließt ihn aus der Partei aus.

Schwerin - Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat nach eigenen Angaben ihren früheren Landesvorsitzenden Holger Arppe aus der Partei ausgeschlossen. Das Landesschiedsgericht habe dem Parteiausschluss mehrheitlich zugestimmt, hieß es aus Parteikreisen in Schwerin.

Damit zog die Partei Konsequenzen aus gewaltverherrlichenden Äußerungen Arppes im Internet, die bereits im August 2017 öffentlich geworden waren und für Aufsehen gesorgt hatten. Dem heute 45-Jährigen waren auch kinderpornografische Fantasien zugeschrieben worden, deren Urheberschaft er jedoch bestreitet.

Arppe hatte einen freiwilligen Austritt aus der AfD abgelehnt

Arppe, der dem rechtsnationalen Flügel der AfD zugerechnet wurde, war 2016 in den Landtag gewählt worden, hatte die Fraktion auf Druck der damaligen Fraktionsspitze aber verlassen. Er ist nun fraktionsloser Abgeordneter. Den freiwilligen Austritt aus der Partei hatte er abgelehnt.

 

4 Kommentare

Kommentieren

  1. null