Wechsel wegen keiner Stammplatzgarantie? FC Bayern: Nach BVB-Transfer - Hummels widerspricht Rummenigge

Wechselte im Sommer vom FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund: Mats Hummels (30) Foto: imago/Bernd König

Im Sommer hat Mats Hummels den FC Bayern verlassen und ist zu seinem Ex-Verein Borussia Dortmund zurückgekehrt. In einem Interview mit der "Sport Bild" reflektiert der 30-Jährige seine Zeit in München.

 

München - Flucht wegen einer fehlenden Stammplatzgarantie? Laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge soll genau das bei Mats Hummels der Fall gewesen sein. Nachdem Bayern-Trainer Niko Kovac ihm in einem persönlichen Gespräch keinen Stammplatz im Bayern-Kader für die neue Saison gewähren konnte, soll der Innenverteidiger um seine Freigabe gebeten haben. Hummels wechselte daraufhin zu seinem alten Arbeigeber Borussia Dortmund zurück.

Dieser Darstellung widerspricht Hummels selbst jetzt jedoch vehement. "Die Aussage ist nicht korrekt. Mehr wird es von mir dazu nicht geben", sagte er im Interview mit der "Sport Bild".

Hummels: Schwere Phase unter Kovac

Während seiner Zeit bei den Bayern wurde viel über das Verhältnis zwischen Hummels und Kovac spekuliert, nachdem dieser den 30-Jährigen in der vergangenen Saison mehrfach auf der Bank schmoren ließ. "Ich hatte unter Niko Kovac in der Hinrunde sicher eine schwere Phase, aus der ich mich aber wieder rausgekämpft habe. Ich blicke ohne negativen Gedanken auf München zurück", gesteht Hummels.

Mit den Verpflichtungen von Lucas Hernández und Benjamin Pavard im Sommer wurde der Konkurrenzkampf um die Plätze in der Innenverteidigung heißer. Die Aussage von Kovac, Hummels habe diesem Konkurrenzkampf aus dem Weg gehen wollen, verneinte der Dortmunder kurz nach seinem Wechsel.

In einem früheren Interview stellte der 30-Jährige dar, welche Gründe tatsächlich ausschlaggebend für den Abgang aus München gewesen sein sollen. Demnach hätten ihn sowohl die "hervorragende Mannschaft" des BVB als auch die von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für Hummels vorgesehene Rolle im Kader zu einem Wechsel nach Dortmund bewogen. 

Hummels: "Ich bin kein Süle!"

In sportlicher Hinsicht wurden in den vergangenen Jahren viele kritische Stimmen über die Geschwindigkeitsdefizite von Hummels im Vergleich zu dessen Innenverteidigerkollegen laut. "Da hat sich ein gewisser Ruf festgesetzt. Ich weiß, dass ich kein Sprinter - oder, um im Bilde zu bleiben: kein Niki Süle - bin. Aber ich bin nicht so langsam, wie es oft dargestellt wird", wehrt sich der Dortmunder gegen die Vorwürfe.

Gemäß eigener Aussage sei Hummels bei der WM 2014 geschwindigkeitsmäßig im Mittelfeld gewesen und daran habe sich bis heute nichts geändert. (Lesen Sie hier: Hummels oder Süle - Wer ist der bessere Verteidiger?)

Der Weltmeister von 2014 hatte bereits von 2008 bis 2016 für den Ruhrpottverein gespielt und dort zwei Meistertitel und einen DFB-Pokal-Sieg holen können. Auch in seinen drei Jahren bei den Bayern konnte Hummels seiner Vita einige Titelgewinne hinzufügen.

In der laufenden Saison möchte der Dortmunder die Bayern mit seinem neuen Klub erstmals seit sieben Jahren wieder vom Meistertthron stoßen. Zum direkten Duell mit seinen alten Kollegen kommt es für Hummels und den BVB am 9. November in der Münchner Allianz Arena. Allzu herzlich dürfte das Wiedersehen mit Kovac und Rummenigge angesichts der Ereignisse nach dem Wechsel wohl nicht ausfallen.

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