Was wird aus der Leihgabe? Kingsley Coman: Bayern zweifelt - Juventus blockt ab

, aktualisiert am 08.10.2016 - 11:05 Uhr
Derzeit läuft es für Kingsley Coman nicht rund. Foto: dpa

In seiner Premieren-Saison beim FC Bayern überzeugte Kingsley Coman, die Leihgabe von Juventus Turin. Eine feste Verpflichtung des Franzosen galt als sicher, doch jetzt scheinen die Münchner womöglich einen Rückzieher zu machen.

München - 18 Torbeteiligungen (sechs Tore, zwölf Vorlagen) in 37 Spielen: Das ist die Bilanz der letzten Saison von Kingsley Coman. Die Bayern hatten den jungen Franzosen im Sommer 2015 für zwei Jahre ausgeliehen und zahlten dafür eine Gebür von sieben Millionen Euro. Die Verpflichtung lohnte sich – der mittlerweile 20-Jährige zeigte gute Leistungen und lieferte teilweise auch Gala-Vorstellungen ab, wie beispielsweise im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen seinen alten Arbeitgeber Juventus Turin.

Für die Bayern war schnell klar, dass sie Coman nach der abgelaufenen Leihe fest verpflichten wollen würden. "Das werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit tun", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge noch vor rund zwei Monaten. Eine feste Verpflichtung würde die Bayern etwa 21 Millionen kosten. Kein Schnäppchen für einen 20-Jährigen, doch an der Ablöse sollte es beim FC Bayern nicht scheitern.

In der neuen Saison häuften sich dann die Probleme: Coman spielt nach einer überstandenen Kapselverletzung nur noch eine untergeordnete Rolle unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti. Der Flügelspieler kommt seltener zum Einsatz und wenn, dann meist nur noch als Einwechselspieler. Seine bisherige Bundesliga-Bilanz in dieser Spielzeit: Vier Einsätze, keine einzige Torbeteiligung.

Deswegen scheint der FC Bayern nun möglicherweise einen Rückzieher in Sachen Kingsley Coman machen zu wollen. Wie "BeInSports" berichtet, sollen die Münchner Bosse mittlerweile an einer festen Verpflichtung zweifeln.

Juventus hat kein Interesse mehr

Würde es für den Vize-Europameister dann zurück zu seinem alten Klub gehen? Wohl kaum, denn laut "goal.com" blockt Juventus Turin bei Coman ab. Der Grund sind nicht seine Leistungen auf dem Platz, sondern vielmehr daneben. Seit der Franzose in München ist, kritisierte er in den sozialen Netzwerken mehrmals seinen früheren Arbeitgeber. Offenbar gilt die Nicht-Rückkehr Comans zum italienischen Meister bereits als beschlossene Sache. Comans Vertrag in Turin läuft zwar noch bis 2019, allerdings dürfte sich Generaldirektor Giuseppe Marotta bei einer Rückkehr schnell nach einem Abnehmer umsehen.

Dennoch steht eine endgültige Entscheidung seitens des FC Bayern natürlich weiter aus. Es ist nicht selten, dass junge Spieler in ein kleines Formtief geraten. Gerade mit Blick auf die zukünfitge Kaderplanung könnte sich der 20-Jährige als wertvoll erweisen – mit 33, bzw. 32 Jahren werden Franck Ribéry und Arjen Robben nicht mehr ewig in München spielen.

 

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