Walpurgisnacht am 1. Mai Freinacht in München: Schüler treten Autospiegel ab

Umgeworfene Container. Auch ein beliebter "Freinacht-Scherz" Foto: Thomas Gaulke

Ein Container fackelt ab, Schüler treten die Seitenspiegel an neun Autos ab. Als die Polizei kommt springt ein Täter in den Glockenbach. Die Freinacht in München.

 

München - Obwohl die Freinacht in München vergleichsweise ruhig verlief, musste die Polizei dann doch öfter zum Einsatz. Die ganz große Randale blieb zwar aus, trotzdem ärgern sich viele Autofahrer über Klopapier und Rasierschaum am Wagen. für neun Autobesitzer gab's am Dienstagmorgen ein böses Erwachen: Die Seitenspiegel wurden im Glockenbachviertel abgetreten. Die Polizei konnte die Täter aber schnappen. Es handelte sich um drei Schüler.

Im Jahr 2011 wurden insgesamt 54 Einsätze im Bereich des Polizeipräsidiums München verzeichnet. Im Zeitraum vom 30.04.2012, 20.00 Uhr bis 01.05.2012, 06.00 Uhr, musste die Münchner Polizei nach derzeitigem Kenntnisstand 67 mal tätig werden.

In den meisten Fällen warfen vorwiegend Jugendliche Eier gegen Hauswände und andere Einrichtungen. Ferner benutzten sie jede Menge Toilettenpapier, um diverse Gegenstände damit einzuwickeln. Dadurch wurde kein bleibender Sachschaden verursacht. Große Sicherheitsstörungen blieben wie bereits in den vergangenen Jahren aus.

Dennoch wurde in einzelnen Fällen die Grenze zwischen Brauchtum und Straftat von Jugendlichen deutlich überschritten.

So beobachtete ein Münchner am 30.04.2012, gegen 22.17 Uhr, in der Riesstraße bislang unbekannte Täter, die vermutlich durch pyrotechnische Gegenstände einen Containerbrand verursachten. Dieser brannte völlig aus. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1200 Euro. Eine Nahbereichsfahndung verlief ergebnislos.

Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Festnahme von drei Schülern in der Isarvorstadt nach zuvor begangener Sachbeschädigung an insgesamt neun Pkws. Gegen Mitternacht bemerkte ein aufmerksamer Bürger, dass drei Personen an mehreren Fahrzeugen die Außenspiegel beschädigten.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnten vor Ort zwei Personen gestellt werden. Der Dritte versuchte sich mit einem Sprung in den Glockenbach der Festnahme zu entziehen. Kurze Zeit später konnte dieser jedoch auch von den Einsatzkräften gestellt werden.

An den Pkws entstand Sachschaden von insgesamt 4500 Euro. Nach der Anzeigenaufnahme wurden die drei Schüler ihren Eltern übergeben.

 

0 Kommentare