Wahlomat und News zur Landtagswahl 2013 Bayern-Wahl: Verhaltener Andrang in den Wahllokalen

Ein Mann wirft in Ingolstadt (Bayern) seinen Stimmzettel zur Landtagswahl in die Wahlurne. Foto: dpa

Eine Woche vor der Bundestagswahl wählt Bayern heute einen neuen Landtag. Nach dem historischen Absturz bei der Wahl 2008 träumt die CSU wieder von einer absoluten Mehrheit, die Opposition hofft auf einen Machtwechsel. Der Andrang in den Wahllokalen ist zunächst verhalten.

München – Die mit Spannung erwartete Landtagswahl in Bayern hat am Sonntagvormittag mit eher verhaltenem Andrang in den Wahllokalen begonnen. In größeren Städten des Freistaats lag die Beteiligung in den ersten Vormittagsstunden ähnlich niedrig wie vor fünf Jahren, berichteten die Wahlleiter. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 57,9 Prozent.

Diesmal dürften allerdings deutlich mehr Wähler ihre Kreuze schon vor der Öffnung der Wahllokale gemacht haben. Die Wahlämter hatten in der vergangenen Woche von einem regelrechten Ansturm auf die Briefwahl berichtet – in der Landeshauptstadt hatten beispielsweise bis Sonntagvormittag schon gut 29 Prozent aller Wahlberechtigten per Brief gewählt.

Vor allem Kirchgänger und ältere Bürger nutzten den Vormittag bei in weiten Teilen Bayerns regennassem Wetter zur Stimmabgabe. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat bereits gewählt: Er gab seine Stimme am Vormittag in Begleitung seiner Frau Karin und seiner Tochter Susanne in Ingolstadt ab.

Die CSU unter Seehofer träumt nach dem historischen Absturz bei der Wahl 2008 von einer Rückeroberung der Alleinherrschaft. Das von SPD-Herausforderer Christian Ude angestrebte Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern lag in jüngsten Umfragen merklich hinter den Christsozialen zurück. Die FDP, die seit 2008 mit der CSU regiert, muss den Umfragen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die Bayern-Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl eine Woche später. Wahlberechtigt sind etwa 9,5 Millionen Menschen.

 

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