Wahlen beim TSV-1860-München Liveticker von der Mitgliederversammlung zum Nachlesen

Die Mitglieder haben entschieden: Heinz Schmidt (l.) bleibt vorerst Löwen-Präsident. Foto: sampics/Augenklick

Nach über acht Stunden Mitgliederversammlung haben die Löwen wieder einen Verwaltungsrat. Heinz Schmidt bleibt als letzter Funktionär im Präsidium. Die Mitgliederversammlung zum Nachlesen.

München - Der TSV 1860 hat wieder einen Verwaltungsrat. Karl-Christian Bay, Christian Wagggershauser, Beatrix Zurek, Markus Drees, Robert Reisinger, Verena Dietl, Klaus Leipold, Robert von Bennigsen und Richard Ostermeier bilden das neue Gremium, dass noch kein Übergangspräsidium benennen konnte.

Somit bleibt Heinz Schmidt, der letzte verbliebene Funktionär im Präsidium. "Ich habe diese Konstellation befürchtet", scherzte Schmidt am Ende der achtstündigen Versammlung. Bis Ende Oktober bleibt Schmidt wegen eines Formfehlers beim Rücktritt weiter im Präsidium. Dann steht die nächste Mitgliederversammlung an.

Mit der Wahl des Verwaltungsrat endet auch die Amtszeit der Notpräsidenten Siegfried Schneider und Karl-Christian Bay. Letzter bleibt dem Verein  im Verwaltungsamt erhalten.

Zudem arbeitet der Verein weiter intensiv an der Trennung von Gerhard Poschner. Nach der Abberufung als Geschäftsführer ist der Ex-Profi inzwischen nur noch Sportchef auf Bewährung.

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Die Mitgliederversammlung im Liveticker zum Nachlesen:

09:45 Uhr: Guten Morgen aus der Münchner Tonhalle, liebe Leser. Um 10.30 Uhr beginnt die wegweisende Mitgliederversammlung des TSV 1860. Wir sind für Sie live vor Ort. -

10:02 Uhr: Was wird heute gewählt? Es stehen mehrere Wahlen an. Zum Einen muss der Verwaltungsrat neu gewählt werden. Der Rücktritt des Präsidiums macht die Suche nach neuen Ober-Löwen notwendig. Dazu muss der neu gewählte Verwaltungsrat im Anschluss an seine Ernennung Namen dafür präsentieren. Außerdem stehen die Wahlen von Wahlausschuss, Ehrenrat, Kassenprüfer und Seniorenvertreter auf der Tagesordnung. Zudem stellt sich der dritte Vizepräsident Peter Helfer zur Wahl. Geklärt werden muss auch, ob Schmidt nach fehlgeschlagenem Rücktritt weiter amtieren oder vom Verwaltungsrat abberufen wird. -

10:08 Uhr: Die Tonhalle füllt sich langsam. Die Vereinsvertreter Karl-Christian Bay, Siegfried Schneider und Heinz Schmidt sind schon anwesend. Für sie wurden auf der Bühne schon die Rednerpulte aufgebaut. In gut 20 Minuten geht's los. -


10:12 Uhr: Über was wird heute abgestimmt. Hier gibt's die Übersicht. -


10:20 Uhr: Nachdem Gerhard Mayrhofer als Präsident  zurückgetreten ist, könnte heute schon ein neuer Löwen-Boss vorgeschlagen werden. "Ob man dann schon in der Lage ist, die Kandidaten im Rahmen der Versammlung vorzuschlagen, halte ich für unwahrscheinlich. Besser wäre nochmal ein Übergangspräsidium und vier, sechs, acht Wochen zu beraten, zu diskutieren und dann geeignete Kandidaten vorzustellen“, so Siegfried Schneider, der übergangsweise im Amt ist. -

10:26 Uhr: Die Versammlung soll um 10.30 Uhr anfangen. Doch noch warten viele Fans draußen auf den Einlass, weil die Kontrollen viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen und die Tonhalle erst sehr spät geöffnet wurde. -

10:28 Uhr: Strikte Vorschriften für Journalisten: Es darf nicht gefilmt werden, es dürfen keine Tonmitschnitte angelegt werden. Sogar ein Ausschluss der Presse ist möglich, doch darüber müssen die Mitglieder entscheiden. -

10:34 Uhr: Neue Köpfe, neue Ideen, neue Verantwortung: Das steht auf dem Flyer, der gerade im Publikum verteilt wurde. Markus Drees, Hans Hee, Kai Hillmer, Markus Kellermann, Richard Ostermeier, Norbert Steppe und Robert Zeislmeier wollen gemeinsam in den Verwaltungsrat und bieten den Mitgliedern eine Wahl-Alternative. Ob es hilft? -

10:35 Uhr: Präsident Schneider hat schon mal das Rednerpult inspiziert, doch die Versammlung verspätet sich - zu viele Mitglieder stehen noch an der Einlasskontrolle. -

10:37 Uhr: Aus der Kategorie "mit Spannung erwartet, aber bisher noch nicht gesehen": Noor Basha, Gerhard Poschner und Markus Rejek -


10:44 Uhr: Jetzt nehmen Schneider, Bay und Schmidt vorne auf dem Podium Platz. Gleich geht's hier los. -

10:48 Uhr: Doch es dauert noch. Schneider bittet die Mitglieder um Geduld: "Die Schlange befindet sich in der Schlussgerade."  -

10:51 Uhr: Investorenvertreter und neuer Geschäftsführer Noor Basha ist jetzt auch da. Wird er sich heute an die Mitglieder wenden? -

10:56 Uhr: Schneider eröffnet die Versammlung; "Wir beginnen wir mit der MItgliederversammlung 2014/2015" -

10:58 Uhr: Die Medien dürfen bleiben: "Wir sind ein demokratischer Verein", so Schneider. Dafür bekommt Schneider Applaus von den Mitgliedern. -

11:03 Uhr: Markus Rejek wird heute den Geschäftsbericht der KGaA vorlesen. Seine Rede wird vorvelegt und direkt nach den Ausführungen des Notpräsidiums folgen. -

11:08 Uhr: Großes Gelächter als Vereinsanwalt Guido Kambli die komplizierte Vereinslage erklärt und den Grund, warum der Vize-Präsident immer noch im Amt ist. "Heinz Schmidt blieb übrig". Die Amtszeit von Schmidt wird mit der Wahl des neuen Verwaltungsrat enden, genauso wie die der Notpräsidenten Karl-Christian Bay und Siegfried Schneider. -

11:15 Uhr: Erste Wortmeldung von Roman Beer, der sich über Unstimmigkeiten im Protokoll der letzten Mitgliederversammlung beschwert. Unter anderem wurde Gerhard Poschner da kurzerhand zu Günther Poschner umbenannt. Die vielen Korrekturvorschläge wurden angenommen. -

11:20 Uhr: Nun folgen die Totenehrungen für die verstorbenen Vereinsmitglieder. Hervorgehoben wird Meisterlöwe Manfred Wagner. "Er war ein Aushängeschild für 1860", so Schneider. -

11:21 Uhr: Heiliger Beistand: Papst Franziskus ist jetzt Ehrenmitglied von 1860. -
11:27 Uhr: Jetzt folgt der Bericht des Präsidenten Schnieder: "Ich stehe nicht mehr für das ordentliche Präsidium zur Verfügung", macht Schneider zu Beginn klar. Der Übergangspräsident: " Unsere Hauptaufgabe war die Durchführung der Mitgliederversammlung." -

11:29 Uhr: Schneider: "Wir haben das Amt in einer schwierigen Zeit übernommen. Wir konnten nicht mal beim Nullpunkt beginnen, sondern waren weit unter dem Gefrierpunkt. Der Kontakt mit Ismaik war abgebrochen. Garhard Poschner war als Hauptschuldiger ausgemacht. Es war zwingend erforderlich, mit Ismaik über Poschner zu sprechen." -

11:31 Uhr: Deutliche Ansage in Sachen Gerhard Poschner: "Poschner ist nur für die nächsten drei Monate Sportdirektor. Wir werden seine Arbeit bewerten und können dann die nötigen Konsequenzen ziehen. Wir warten die Transferperiode ab und werden dann seine Arbeit beurteilen." -

11:34 Uhr: Sonderlob für Karl-Christian Bay: "Er hat seinen gesamten Urlaub geopfert, um nach Abu Dhabi zu fahren. Er hat eine Lösung gefunden, die für den Verein die bestmögliche war", versichert Schneider. -

11:35 Uhr: Jetzt folgt der Bericht von Karl-Christian Bay -

11:36 Uhr: Bay: "Unser jüngeres Ziel war es, die Handlungsfähigkeit des Vereins herzustellen und zu vermeiden, dass wir ins Chaos abdriften. Wir mussten die festgefahrene Situation mit Hasan Ismaik im Wohle des Vereins lösen." -

11:37 Uhr: Bay weiter: "Tatsache ist, dass Ismaik den Verein damals gerettet hat, Tatsache ist, dass er mehr als 40 Millionen Euro in den Verein gesteckt und daraus keinerlei Rendite erhalten hat." Raunen im Publikum. -

11:39 Uhr: Bay: "Wir haben ein gemeinsames Verständnis und gute Ergebnisse erreicht." -

11:39 Uhr: Die Entscheidung, Gerhard Poschner noch drei Monate Probezeit zu geben, sei mit Hasan Ismaik gefallen. -

11:40 Uhr: Jetzt geht's um das Thema Noor Basha. Dabei wird es sehr laut in der Halle. Die Mitglieder tun ihren Unmut gegen die Beförderung des Investorenvertreters lautstark kund. -
11:43 Uhr: Basha wird neben Markus Rejek zweiter Geschäftsführer, dafür tritt Basha als Beirat und Aussichtsrat zurück. Auch wird Ismaiks Bruder aus dem Aussichtsrat ausscheiden. Der neue Kompromiss soll die komplizierte Strukturen des Vereins vereinfachen. -

11:46 Uhr: Der Investor stellt neues Geld zur Verfügung und verlängert seine Darlehen. Zwei Millionen Euro sollen zusätzlich  für die Mannschaft zur Verfügung stehen, dazu sollen noch 1,2 Millionen Euro in die Vereinsstruktur fließen. Damit beendet Bay seine Rede und bekommt  von den rund 1000 Mitgliedern in der Tonhalle viel Applaus. -

11:46 Uhr: Jetzt folgt der Bericht von Geschäftsführer von Markus Rejek -

11:48 Uhr: Rejek spricht über die KGaA: Das erfreulichste Ergebnis sei untergegangen: "Wir haben es dieses Jahr geschafft, die Lizenz ohne Auflage zu bekommen". -

11:52 Uhr: Jetzt spricht er über die Zahlen von 2013/2014. Leider sind die projizierten Zahlen hinter Rejek sehr klein.  Der Umsatz liegt  bei 20 Millionen Euro, damit konnte der Umsatz um 30 Prozent gesteigert werden. Trotzdem gibt es weiterhin ein Defizit  von 6,038 Millionen Euro. -

11:56 Uhr: Rejek spricht über die vielen Nachwuchsspieler des Vereins und betont die wirtschaftlichen Stärken des Vereins. "Wir sind ein Ausbildungsverein par excellence".  -

11:58 Uhr: Rejek betont die langfristge Planungssicherheit durch den Einstieg von Infront: Das Sportmarketingunternehmen garantiert dem Verein einen Mindestbetrag von 1,3 Millionen Euro. -

12:03 Uhr: Rejek spricht über die wirtschaftlichen Ziele und wie die Marke 1860 verbessert werden soll:  " Wir wollen, dass kleine Kinder nicht mit Scham, sondern wieder mit Stolz unsere Trikots tragen." Bernhard Winkler soll in die Nachwuchsarbeit integriert werden, dazu sollen mehr Fanbeauftragte eingestellt werden.  -

12:05 Uhr: Rejek: "Wir wollen der Stolz von München sein!" -

12:09 Uhr: Rejek übt deutliche Kritik an der Außendarstellung des Verein: "Was in den letzten Wochen passiert ist, ist Wahnsinn. Für mich liegt der Fehler im System und ich glaube, es ist wichtig, darüber nachzudenken. Es ist verwunderlich, dass wir uns immer wieder selber ein Bein stellen. Das muss aufhören! Es muss Ruhe einkehren in diesen Verein. Der Fußball muss in den Kern von allem gerückt werden. In jeder Krise steckt eine Chance." -


12:13 Uhr: Kapitaler Marketingfehler: "Lasst uns erinnern, warum unser Herz blau-weiß ist", fordert Rejek. Die in falscher Reihenfolge genannten Vereinsfarben rufen  Missmut bei den weiß-blauen Mitgliedern hervor. Dennoch punktet Rejek mit seiner pathetischen Rede über die Rückbesinnung auf die Stärken der Marke von 1860. -

12:15 Uhr: Zum Abschluss von Rejeks Rede wird ein Video-Zusammenschnitt von den dramatischen Minuten im Relegationskrimi gegen Hostein Kiel gezeigt. Danach übernimmt wieder Siegfried Schneider das Wort: "Da ist was zusammengewachsen, auch weil die Störenfriede nicht mehr dabei sind", so Schneider, der damit auf die von Poschner verpflichteten Spanier Rodri und Sanchez anspielt. -

12:18 Uhr: Die ersten beiden Stunden der Versammlung sind fast rum, jetzt gibt's eine kurze Pause. Danach folgen die Wortmeldungen aus dem Saal. Die Beiträge müssen vorher angemeldet werden. -

12:24 Uhr: Auf die erste Puklikumsfrage zu Gerhard Poschner bestätigt Bay, dass Poschner auch ohne die Zustimmung von Noor Basha entlassen werden kann. -

12:28 Uhr: Schneider wird nicht Präsident bleiben: "Für ein ordentliches Präsidentenamt stehe ich nicht zur Verfügung", bestätigt Schneider auf Nachfrage. In einem weiteren Übergangspräsidium könnte Schneider aber erhalten bleiben. -

12:36 Uhr: "Wacht doch endlich auf", fordert Fragensteller Rupert Schranner, der nicht an die heile Löwen-Welt durch die kurzfristige Unterstützung von Hasan Ismaik glauben will, und Klarheit will:  " Entweder ziehen wir 50+1 und gehen in die Insolvenz, oder wir arbeiten produktiv mt Hasan Ismaik zusammen." Schneiders Antwort: Wir arbeiten nicht gegen den Investor" -

12:50 Uhr: Poschner ist jetzt erneut das Thema. "Ich finde es nicht in Ordnung, wie man mit Poschner umgeht", äußert sich ein Fragensteller, der die Hauptschuld bei der maroden Vereinsstrukturen sieht. Durch das teure Stadion in Fröttmaning habe Poschner kein Geld für Investitionen. Schneider verweist auf einen späteren Tagesordnungspunkt, bei dem die Stadionfrage erörtert wird. Zu Poschner: "Ich vergleiche die Aufstellung beim ersten Spiel gegen Kaiserslautern und die beim Relegationsspiel gegen Holstein Kiel und frage mich, was ist da passiert."  -

12:55 Uhr: Der Umgang mit Gerhard Poschner bleibt das Thema. Schneider macht klar, dass Poschner gezielte Fehlinformationen in den Medien gestreut habe und damit zu dem schlechten Verhältnis beigetragen habe. -

12:57 Uhr: Ein Mitglied fordert, dass Noor Basha nach vorne kommt und Rede und Antwort steht. Die Halle applaudiert. Schneider: "Wenn Noor Basha sagt, er will das, dann habe ich nichts dagegen." Bisher hat sich Basha noch nicht zu Wort gemeldet. Die Frage, warum er noch hinter Gerhard Poschner steht, bleibt vorerst unbeantwortet -

13:15 Uhr: Die Versammlung zieht sich. Langsam werden die Mitglieder ungeduldig. Es folgen die nächsten fünf Wortbeiträge aus dem Publikum. -
13:18 Uhr: Karl-Christian Bay über einen möglichen Anteilsverkauf von Ismaik: "Es gab ein Angebot für Ismaik. Er fand das Angebot unter dem Aspekt der finanziellen Größenordnung nicht attraktiv. Das ist die Entscheidung des Gesellschafters." -

13:25 Uhr: Einsparungen beim Stadion-Magazin. Wie Rejek verrät, soll ein Teil des Stadionzeitung-Budgets  für eine bessere Erschließung der Internetmedien genutzt werden. So soll es künftig mehr Bewegtbilder auf der Homepage geben. -

13:31 Uhr: Schneider über das Verhältnis zu Hasan Ismaik: "Es gehört zu einer Partnerschaft dazu, dass sich immer zwei Seiten einigen müssen. Wenn das nicht möglich ist, geht die Partnerschaft zugrunde. Das sollten wir uns nicht erlauben". -

13:33 Uhr: Jetzt spricht Schatzmeister Heinz Schmidt: Er trägt den Jahresabschluss der Geschäftsjahre 2012/13 und 2013/14 vor -

13:39 Uhr: Schmidt spricht über den Rücktritt des kompletten Präsidiums: "Wir wollten das gemeinsam machen. Und wir haben sehr vertrauensvoll mit dieser Arbeit begonnen. Wir wissen nicht warum, aber Ismaik war für uns nicht mehr erreichbar. Wir wussten auch nicht warum er nicht mehr mit uns spricht. Wir haben eine eindeutige Meinung zu Gerhard Poschner gehabt, wir haben unsere Meinung nicht durchsetzten können."Nachdem das Präsidium weder eine Einigung über den Sportdirekor, noch über einen Anteilsverkauf von Ismaik erzielen konnte, mussten Konsequenzen gezogen werden. "Wir sind damit gescheitert. Damit hat es für uns als gesamtes Präsidium keine Möglichkeit mehr gegeben, für den Verein weiter zu machen. Es war der richtige Schritt. Ich war zu lansgam. Ich habe aber nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich die Arbeit als Schatzmeister sehr gerne mache und dass ich bei geeigneter Konstellation auch geneigt wäre, wieder zu kandidieren. Momentan muss ich das nicht machen, weil ich ja noch im Amt bin", so Schmidt. -

13:50 Uhr: Schmidt überhäuft das Publikum jetzt mit unzähligen Geschäftsberichten aus den verschiedenen Abteilungen. Leider haben wir kein Fernglas dabei. -

14:04 Uhr: Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde beim TSV 1860 e.V. ein kleiner Überschuss, von ca. 75000 EUR erwirtschaftet. Im Jahr 13/14 waren es sogar 120.000 EUR. Im Hauptverein wird also vernünftig gewirtschaft. -

14:14 Uhr: Die Klagemeier-Klage läuft übrigens weiter: Anwalt Veauthier hat laut Wagner angekündig, notfalls bis zum Europäischen Gericht für Menschenrechte zu gehen. "In München haben wir die Lage im Griff", so Schmidt. -

14:14 Uhr: Schmidt ist mit seinen Ausführungen fertig, jetzt folgt der Bericht des Verwaltungsrates vom stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Klaus Leipold. -

14:23 Uhr: Knapp tausend Mitglieder stimmen heute bei der Mitgliederversammlung in der Tonhalle über den neuen Verwaltungsrat ab.
Hier eine kurze Zusammenfassung über die bisherigen Geschehnisse:

Gerhard Poschner wurde angezählt: Der Sportdirektor bekommt eine Gnadenfrist von drei Monaten, in denen er das Präsidium überzeugen muss. Nach dem Ende der aktuellen Transferperiode wird seine Arbeit abschießend beurteilt und entschieden, ob er weiter machen darf. Dabei kann der Verein ohne Vetorecht von Noor Basha darüber entscheiden, ob Poschner entlassen.

Präsident Schneider steht nicht als Präsident zur Verfügung. Möglich ist aber, dass er einen Posten im Übergangspräsidium besetzt.

Karl-Christian Bay gab Auskunft über die Einigung des Notpräsidiums mit Hasan Ismaik, der sein Engagament bei 1860 verlängert und neues Geld für den Kader und die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Heiliger Beistand: Papst Franziskus ist jetzt Ehrenmitglied von 1860.

Der neue Geschäftsführer Noor Basha wurde von einem Fan aufgefordert, ans Rednerpult zu gehen. Bisher kam Basha der Aufforderung noch nicht nach.

Markus Rejek gab neue Geschäftszahlen bekannt und will 1860 als Marke ausbauen: "Wir wollen der Stolz von München sein". -
14:27 Uhr: Maulwürfe im Verwaltungsrat? Leipold kritisiert, dass Internas der Verwaltungsratsitzungen noch innerhalb der Sitzungen per SMS an die Presse geschickt worden sind.  -

14:35 Uhr: Jetzt folgt der Bericht der Kassenprüfer. Eine trockene Angelegenheit in der schwülen Tonhalle:  Viele Mitglieder stehen deshalb momentan vor der Versammlungshalle und diskutieren dort mit Noor Basha. -

14:50 Uhr: Unterdessen haben  wir Gerhard Poschner erreicht: Der Sportdirektor bestätigt die Summe von 1,5 Millionen: "Nachdem das Präsidium die Summe öffentlich gemacht hat, kann ich bestätigen, dass aktuell ein freies Budget in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen für den Kader, in Form von Gehältern und eventuellen Transferausgaben, zur Verfügung steht. -

15:11 Uhr: Markus Rejek nahm sich Zeit vor der Tonhalle Zeit für die Medienvertreter: "Die Situation ist skurril für uns beide", sagte Rejek angesichts des neuen hierarchischen Verhältnis zwischen Poschner und Rejek. Neuerdings steht er über dem Sportdirektor.  Mehr dazu später. -

15:16 Uhr: In der Halle wurde unterdessen der Verwaltungsrat entlastet. Auch das alte Präsidium Mayrhofer / Altmann / Schmidt wurde mit 302 Ja-Stimmen, 210 Nein-Stimmen und 39 Enthaltungen entlastet, gefolgt vom  Kurzzeit-Präsidium Monatzeder / Holzer / Schmidt. Hier lautet das Ergebnis: Ja 302 – Nein 210 – Enthaltungen 39. -

15:16 Uhr: Jetzt wird die Stadionfrage debattiert. Der Bericht der Stadionkommission ist an der Reihe. Christian Waggershauser berichtet über den Stand der Stadionkomission. -

15:36 Uhr: Zuerst wird die Zweiligatauglichkeit des Grünwalder Stadion erörtert: Mögliche Probleme stellen die Business-Seats, die geringe Kapazität, ein Werbemonopol der DSM/Stroer und die Namensrechte dar. -

15:57 Uhr: Waggershauser stellt klar: “Ich bin ein Fan vom Grünwalder Stadion. Es ist schon mal gut, dass die Stadt sagt, wir können uns das mit dem Grünwalder Stadion vorstellen. Das heißt aber nicht, dass es geht. Das Problem ist der Businessbereich, die Zuschauer-Kapazität und die Namensrechte. Uns fehlen bestimmte Erlösquellen bis zu einem bestimmten Punkt.” -

15:59 Uhr: Der Chef der Stadionkommission plädiert für einen Auszug aus der Allianz Arena: "Die Arena-Kosten sind für uns zu teuer. Uns fehlen die Erlöse aus Namensrechten und Logen. Wir sind eher ein Zweitligist als ein Erstligist.” Dafür gibt's viel Applaus von den Mitgliedern. -

16:02 Uhr: Weil die Optionen Grünwalder Stadion und Olympiastadion  viele Nachteile haben, befasst sich die Stadionkommission mit neuen Standorten. Neben dem Messegelände in Riem bringt Waggershauser einen neuen Standort ins Gespräch: Den Olympiapark, dort wo momentan noch die Eishalle steht. Doch die müsste  erstmal abgerissen werden, von möglichen Finanzierungsansätzen ganz zu schweigen. -


16:07 Uhr: "Wir wollen ein Fußballstadion – im englischen Stil. Wir wollen englische Atmosphäre", fordert Waggershauser. Eine Aussage, die im weiten Rund der Tonhalle gut ankommt.  Bis ein neues Stadion gebaut worden ist, könnte man auch übergangsweise im Grünwalder Stadion spielen. -

16:09 Uhr: Nach über sechs Stunden Mitgliederversammlung geht's jetzt endlich an die Urnen. 32 Kandidaten gibt es für den Verwaltungsrat, neun Ämter werden vergeben. Die Auszählung soll laut Franz Hell wohl ca. eine Stunde dauern. -

17:06 Uhr: In ca. zehn Minuten werden die Ergebnisse der Verwaltungsratwahlen bekanntgegeben. Viele Mitglieder haben die Versammlung bereits nach Abgabe der Wahlunterlagen verlassen. Nach über sieben Stunden ist das auch wenig verwunderlich. -

17:14 Uhr: "Das Auszählung ist erfolgt". Gleich verkündet Franz Hell die Ergebnisse. -

17:14 Uhr: 525 Stimmen bekommt Karl-Christian Bay. Der Wirtschaftsprüfer nimmt die Wahl an. -

17:16 Uhr: Es folgen: Christian Waggershauser,  Beatrix Zurek, Markus Drees, Robert Reisinger  Vereina Dietl,  Klaus Leipold, Robert von Beningsen, Richard Ostermeier. Damit steht  der neue Verwaltungsrat . -

17:46 Uhr: Die erste Entscheidung des neuen Verwaltungsrat wird mit Spannung erwartet: Es ist die Bekanntgabe, wer Übergangspräsident wird. "Die Entscheidung wird zeitnah bekanntgegeben", erklärt 1860 Anwalt Kambli -

17:47 Uhr: "In der Kürze der Zeit wurde kein Übergangspräsidium gefunden." Deshalb bleibt Heinz Schmidt bis auf weiteres Präsident, die Amtszeit von Bay und Schneider enden nach der heutigen Versammlung. -

17:49 Uhr: Im Publikum meldet sich ein potenzieller Präsident, doch Kambli lehnt ab, weil es juristisch nicht tragbar sei. -

17:51 Uhr: Offiziell ist Heinz Schmidt das einzig verbliebende Mitglied aus dem alten Präsidium. Der Verwaltungsrat wird sich zeitnah besprechen und den Notvorstand bestellen. Heute ist kein Notpräsidium mehr vorgesehen.  -

18:00 Uhr: Neue Ehrenräte wurden gewählt: Jean-Marie Leone, Jörg Stubenrauch und Herbert Schröger. -

18:01 Uhr: Acht Stunden dauert die Mitgliederversammlung bereits, deshalb will Schneider die abgegebenen Mitgliedsanträge auf die nächste Versammlung schieben. Doch die noch anwesenden Mitglieder wehren sich gegen die Verschiebung. -

18:04 Uhr: 784 Mitglieder haben heute abgestimmt. Mittlerweile sind keine 300 Leute mehr in der Tonhalle. -

18:05 Uhr: Antrag auf Verschiebung stattgegeben: Die Anträge werden auf der nächsten Mitgliederversammlung besprochen. -

18:09 Uhr: Heinz Schmidt stellt klar: "Ich bin nicht Präsident, ich bin Vize-Präsident", und fügt ironisch hinzu: " Ich habe das immer befürchtet". Weil sein Rücktritt wegen Formfehlern nicht korrekt war, bleibt er als einziger im Amt. In den nächsten Tagen sollen das Übergangspräsidium vom Verwaltungsrat bekanntgegeben werden. -

18:19 Uhr: Das Schlusswort hat Wahlleiter Franz Hell. "Im Biergarten wär es heute angenehmer zu ertragen gewesen." In der Tat. Damit verabschieden wir uns hiermit vom Liveticker und wünschen euch einen schönen Abend! Vielen Dank fürs Mitlesen. -

 

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