Wahl für zwei Jahre getroffen Das ist das neue Nürnberger Christkind

Das neu gewählte Nürnberger Christkind, Rebecca Ammon. Foto: Daniel Karmann/dpa

Ein ganz schöner Knochenjob ist das Dasein als Christkind: Rund 170 Termine in knapp vier Wochen, oft keine Pause, kalte Hände und Füße - und all das ohne Bezahlung. Für Rebecca Ammon ist dennoch ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie ist das neue Christkind.

 

Nürnberg - Die 17 Jahre alte Rebecca Ammon ist das neue Nürnberger Christkind. Eine 13-köpfige Jury wählte die Gymnasiastin am Donnerstag aus sechs Bewerberinnen aus. "Ich kann es nicht fassen. Ich habe nicht damit gerechnet", freute sich eine strahlende Ammon über die Entscheidung. "Seit ich mit etwa sieben Jahren von der Wahl erfuhr, war es mein Traum, Christkind zu werden." Den Prolog zur Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarkts habe sie schon mit zehn Jahren auswendig gekonnt. "Der Prolog ist ein Teil von mir geworden." Ammons Vorgängerin war Barbara Otto.

Am meisten freue sie sich darauf, als Christkind das "Strahlen in den Augen der Menschen" zu sehen, sie glücklich zu machen und ihnen Mut zu geben, sagte Ammon. Stadtsprecher Siegfried Zelnhefer sagte, die Jugendliche habe mit ihrer Herzlichkeit, Natürlichkeit und einer unkomplizierten Art überzeugt.

Christkind zu sein ist harte Arbeit

Christkind zu sein ist ziemlich harte Arbeit. In den nächsten zwei Jahren muss die 17-Jährige Nürnberg bei rund 170 Terminen in der Vorweihnachtszeit repräsentieren - etwa in Kindergärten, Behinderten- und Seniorenheimen und in Krankenhäusern. Dabei wird sie vor allem Geduld, warme Kleidung und ein freundliches Lächeln für Abertausende von Fotos brauchen. Gerade für schwierige Termine hoffe sie auch auf ein paar Tipps von Betreuern, sagte Ammon.

Ihre erste große Aufgabe ist aber die Eröffnung des berühmten Nürnberger Christkindlesmarkts am 1. Dezember. Mit blonder Lockenperücke, Krone und Engelsgewand spricht das Christkind dabei feierlich den traditionellen Prolog von der Empore der Frauenkirche herab. Zu dem Spektakel kommen jedes Jahr bis zu 20.000 Besucher.

Eine Jury entscheid sich für eine von sechs Bewerberinnen, die nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren ins Finale gekommen waren. Quelle: Daniel Karmann/dpa

 

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