Die Stadt will die Traditionskultur auf dem Oktoberfest stärker unterstützen. Ihr Vorschlag: ein "Kultfuchzgerl". 

München - Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) will die Kultur in den Zelten der Oidn Wiesn städtisch besser fördern. Deshalb schlägt er dem Stadtrat kommende Woche die Einführung eines "Kulturfuchzgerls" vor.

Von jeder 3-Euro-Eintrittskarte für die "Oide Wiesn" sollen 50 Cent dafür abgeführt werden: 30 Cent gehen an das Festzelt Tradition, 10 Cent an das Musikantenzelt und 10 Cent an das Volkssängerzelt.

Darüber hinaus will Schmid mit bis zu 250.000 Euro pro Jahr das Museumszelt unterstützen (das Geld kam bisher von den Eintrittskarten). "Die Stadt und die Besucher haben dadurch den Vorteil, dass bisher nicht ausgestellte historische Exponate aus dem Bestand des Stadtmuseums auf attraktive Weise einem interessierten Publikum präsentiert werden können", heißt es in Schmids Vorlage für den Stadtrat. "Eine Bezuschussung analog zu anderen städtischen Ausstellungen ist hierfür sinnvoll."

Auf dem Oktoberfest soll es mehr neue Fahrgeschäfte geben

"Die Wirte bieten auf der Oidn Wiesn ein hochwertiges Kulturprogramm", betonte Schmid am Freitag im Gespräch mit der AZ. "Und sie haben keine so hohen Erträge wie die Wirte in den großen Zelten."

Aber nicht nur Tradition wird gefördert - die Stadt will künftig auch bewusst unterstützen, dass es öfter mal was neue Achterbahnen oder andere Fahrgeschäfte auf der Theresienwiese zu erleben gibt.

Wiesn-Chef Schmid schlägt dem Stadtrat in seiner Vorlage vor, in den Jahren der großen Wiesn mindestens zwei Neuigkeiten bei den Fahrgeschäften zuzulassen. Als Neuheit sollen nur Fahrgeschäfte gelten, die in den letzten zehn Jahren nicht auf dem Oktoberfest waren.

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