Vorbereitungsspiel in Rosenheim Testspiel: Löwen gewinnen 1:0 gegen Karlsruhe

Der TSV 1860 München schlägt den Karlsruher SC in einem Testspiel in Rosenheim mit 1:0. Foto: Imago

Vor 850 Zuschauern gewinnt der TSV 1860 München sein drittes Testspiel gegen Karlsruhe in Rosenheim, dank eines Treffers von Bobby Wood und einer überzeugenden ersten Halbzeit.

 

Rosenheim - Ricardo Moniz war sehr zufrieden nach dem Spiel: "Wir haben gebrannt" sagte der Löwen-Coach. Seine Mannschaft hatte soeben den Liga-Konkurrenten mit 1:0 besiegt und dabei phasenweise den Gegner dominiert. 

Seine erste Mannschaft, zu der auch die Neuzgänge Gary Kagelmacher und Rubin Okotie gehören, ging von Beginn an in die Offensive und drückte dem Gegner sein Kombinationsspiel auf. Nach nur vier Minuten schlugen die Löwen bei ihrer ersten Chance eiskalt zu. Den schönen Pass von Schindler in die Schnittstelle der Abwehr vollendete der gestartete Wood souverän vorm Tor zum 1:0.

Mit der Führung im Rücken blieben die Sechzger auch in der Folge spielbestimmend. Im Zentrum verteilten Weigl, Sanchez und Bedia die Bälle, so lief vor allem über die linke Seite mit den starken Wood und Wittek ein Angriff nach dem Anderen. In der 11. Spielminute zog dann Tomasov von rechts nach innen, sein sehenswerter Schuss ins lange Eck konnte KSC-Keeper Orlishausen im letzten Moment zur Ecke klären.

Die Karlsruher fanden außer ungefährlichen Distanzschüssen zunächst kein Mittel gegen die Münchner, die nach 21 Minuten fast erneut zuschlugen. Nach einem Pass von Kapitän Weigl auf die rechte Außenbahn setzte Okotie eine Tomasov-Flanke per Kopf knapp übers Tor. Nach einer halben Stunde dann die erste gute Möglichkeit für den KSC, doch eine scharfe Flanke von links von Philipp Max, Sohn des ehemaligen Löwen-Stürmers Martin, konnte Jungbin Park nicht mehr erreichen. Ab jetzt war der KSC deutlich besser im Spiel und konnten das Spiel ausgeglichener gestalten.

Im zweiten Durchgang brachte der KSC eine komplett neue Mannschaft aufs Feld. Von nun an beherrschten die Badener das Spielgeschehen, die  bereits nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang die große Gelegenheit zum Ausgleich bekamen. Eine Freistoß-Flanke aus dem Halbfeld köpfte Manuel Gulde aus kurzer Distanz aufs Tor, doch Gabor Kiraly konnte den Ball parieren.

Die anfängliche Druckphase des KSC ließ die Löwen in Hälfte zwei nur allmählich wieder besser ins Spiel kommen. Dennoch war der KSC jetzt am Drücker. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde dann auch bei 1860 komplett durchgewechselt. Die Löwen bekamen in der 65. Spielminute dann plötzlich die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch der Kopfball des eingewechselten Claasen nach einem Freistoß von Steinhöfer konnte auf der Linie entschärft werden.

Im Gegenzug parierte Kiraly einen Schuss von Hennings. Wenig später machte der Löwen-Keeper jedoch keine gute Figur, als er mit einem viel zu lässigen Lupfer über den heraneilenden KSC-Stürmer fast den Ausgleich verschuldete. Der Ball sprang dabei vom Kopf des Stürmers nur ans Außennetz. Wenig später stand Torres, nach einem Fehlpass von Innenverteidiger Vallori plötzlich frei vor Gabor Kiraly, doch der Schlussmann der Löwen hielt glänzend.

Der KSC war in der zweiten Halbzeit dem Ausgleich sehr nahe, die Löwen kamen nur noch zu gelegentlichen Kontern, konnten aber den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Nach dem Spiel sprach Julian Weigl, der die Mannschaft erneut als Kapitän aufs Feld führte, von einem guten Test gegen einen guten Gegner. "Wir haben in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und, dass das System immer mehr greift."

Die Fans sahen in Rosenheim, dass das neue System der Löwen durchaus funktionieren kann, wie die erste Halbzeit eindrucksvoll bewies, aber auch den großen Unterschied zwischen der ersten und zweiten Garnitur der Mannschaft.

 

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