Vor Rückrunden-Beginn Die drei großen Löwen-Fragen

Der neue 1860-Trainer Vitor Pereira legt sich beim Trainingsauftakt der Löwen nach der Weihnachtspause mächtig ins Zeug. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Bleibt Aigner Kapitän? Wer steht im Tor? Und welches System lässt Trainer Pereira spielen?

 

München - Wer ist hier der Boss? Vitor Pereira! Der Portugiese lässt beim TSV 1860 keine Gelegenheit aus, das höchst persönlich zu betonen. Doch auch der 48-Jährige braucht einen Anführer auf dem Platz. Bislang blieb die Frage unbeantwortet, wer künftig die Kapitänsbinde trägt. Am Freitag gab er die Antwort: Stefan Aigner. „Ich habe meine Ideen wegen Kapitän und Torhüter. Die Kapitäne wurden vor der Saison festgelegt und das werde ich nicht ändern. Ich werde höchstens einen dazu nehmen“, sagte der Trainer auf Nachfrage der AZ.

Offenbar hat sich der Sechzig-Coach vor seinem ersten Pflichtspiel am Freitagabend gegen Greuther Fürth (18.30 Uhr/bei Sky) genau informiert, dass kein Spieler in Giesing auch nur annähernd so viel Identifikation stiftet. Seine Antwort deutete aber auch an, dass Aigner dieses Privileg nicht gepachtet hat. Alles und jeder wird fortlaufend kritisch beäugt.

Das gilt auch für die Torhüter. Einzig, wer gegen die Franken auflaufen soll, schilderte er, habe er bereits entschieden. „Woche für Woche wird aber neu festgelegt, wer im Tor stehen wird.“ In den Testspielen bekamen Jan Zimmermann und Stefan Ortega gleichermaßen Spielanteile. „Natürlich kann ich nicht zu 100 Prozent zufrieden sein. Es waren definitiv zwei, drei unglücklich Spiele dabei“, meinte Zimmermann jüngst im Interview mit der AZ zu seiner Hinrunde.

Zimmermann bevorzugt

„Ich habe mich irgendwann verunsichern lassen und muss gestehen, dass ich mich dadurch selbst vergessen habe.“ Für den 31-Jährigen sprechen aber seine Erfahrung und seine Stärken auf der Linie. Ortega gilt als mitspielender Keeper. Dennoch dürfte der abgebrühte Zimmermann mehr dem Gusto Pereiras entsprechen.

Bleibt die Systemfrage. Das 3-4-3 habe in sich eine gute offensive Dynamik. Er studiere mit dem Team aber auch ein 4-4-2 ein, erklärte Pereira im Gespräch mit dem „Kicker“. „Das Wichtigste sind ohnehin die Grundprinzipien: Wann und wo wir pressen müssen, wann wir den Rhythmus wechseln müssen, wann wir aggressiv umschalten.“ Obwohl Fürth ein offensiver Gegner ist, wird er wohl auf das 3-4-3 setzen – es hat sich in den Tests bewährt.

 

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