Vor Pokalfinale Traum vom "historischen Tag"

Kathrin Längert übt schon mal für Samstagabend und einen möglichen Pokaltriumph mit dem FC Bayern in Köln. Foto: Marc Müller, dpa

Die Bayern-Mädels wollen im Pokalfinale am Samstag in Köln den FFC Frankfurt schlagen

 

MÜNCHEN Kathrin Längert von den Frauen des FC Bayern hat bereits zwei Pokalfinals hinter sich. Eine Niederlage mit dem FCR Duisburg im Jahr 2007 und einen Pokaltriumph im Jahr 2009 mit demselben Verein. Beide Mal hat die deutsche Nationalspielerin die Endspiel-Atmosphäre im Berliner Olympiastadion genießen können, ist aber froh, dass ihr drittes Pokalfinale am Samstag (16 Uhr/live im ZDF) mit dem FC Bayern gegen den 1. FFC Frankfurt nicht mehr in der Hauptstadt steigt: „Es ist schön, dass wir Frauen jetzt unseren eigenen Rahmen in Köln haben. Dann schreit niemand mehr ’Werder Bremen’ im Hintergrund.” 2009 hatte der Klub von der Weser in Berlin den Pott der Männer geholt, die wenigen Fans des FCR Duisburg waren zuvor kaum zu hören gewesen.

Thomas Wörle, der Trainer der Bayern-Frauen, ist sich jedenfalls sicher, dass die Unterstützung am Samstag zu hören sein wird und zugunsten der Bayern ausfällt: „Wir sind der Außenseiter, die Leute halten bestimmt zu uns.”

Egal, wen die Zuschauer am Samstag in Köln unterstützen werden, für die meisten Spielerinnen des FC Bayern wird es die größte Kulisse, vor der sie jemals angetreten sind. 20000 Zuschauer oder mehr werden erwartet. Beim Bundesliga-Heimspielen in Aschheim sind es oft nur wenige Hundert. „Das ist für uns ein historischer Tag”, sagt Thomas Wörle. Druck verspüre seine Mannschaft vor dem Finale allerdings keinen: „Wir gehen völlig entspannt in die Partie. Der Druck liegt klar beim Gegner. Verliert der FFC, wäre das für die Frankfurter eine mega Enttäuschung.”

Einen weiteren Vorteil sieht Thomas Wörle darin, dass der 1. FFC Frankfurt am 17. Mai noch zum Champions-League-Finale in München gegen den Vorjahressieger Olympique Lyon antreten muss: „Ich denke, die Frankfurterinnen werden vielleicht ein paar Prozentpunkte weniger geben, das ist gut für uns. ”

 

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