Vor Neubau des Hauptbahnhofs Paul-Heyse-Unterführung: SPD fordert Sanierung

Schummriges Licht und ein ungepflegtes Bild: Die Paul-Heyse-Unterführung am Münchner Hauptbahnhof. Foto: Djordje Matkovic

Sie zeigt sich schon lange nicht mehr von ihrer schönsten Seite: Die Paul-Heyse-Unterführung am Münchner Hauptbahnhof. Jetzt fordert die SPD eine Sanierung der "Zumutung".

 

München - Die Paul-Heyse-Unterführung gibt ein trauriges Bild ab: Zerbröckelnde Fliesen, wenig Licht, sowie Dreck und Müll zeichnen das Bild des Tunnels.

Die Stadtratsfraktion der SPD fordert jetzt in einem Antrag: Die Deutsche Bahn soll die Paul-Heyse-Unterführung grundsanieren! Die Stadtverwaltung soll sich mit der Bahn zusammensetzen, da diese als Eigentümerin für den Zustand des Tunnels verantwortlich ist, der sich momentan in einem desolaten Zustand befindet. Ziel soll es sein, den Tunnel umfassend zu modernisieren und attraktiver zu gestalten. Gleichzeitig soll der Reinigungs-Rhythmus verbessert werden.

Gerade im Hinblick auf den Hauptbahnhof-Neubau zeigt sich der klare Kontrast zur Unterführung. Hans Dieter Kaplan, SPD-Stadtrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, äußert sich dazu folgendermaßen:

„Für alle, die zu Fuß oder mit dem Radl unterwegs sind, ist der Tunnel eine Zumutung. Es ist höchste Zeit, dass die Bahn handelt. Es kann nicht sein, dass die Münchnerinnen und Münchner extra Umwege in Kauf nehmen, um dort nicht hindurch zu müssen. Gerade jetzt, wo der geplante Neubau des Hauptbahnhofs Gestalt annimmt, muss ein Fokus auch auf der Paul-Heyse-Unterführung liegen. Dass die Menschen in Zukunft gleich neben einem schicken, hellen und modernen Hauptbahnhof durch einen so schmuddeligen Tunnel geschickt werden, ist für uns nicht vorstellbar. Auch wenn die Stadt nicht Eigentümerin des Eisenbahnbauwerks ist, soll sie aus unserer Sicht nun die Initiative ergreifen und der Bahn klar machen, dass eine Sanierung dringend Not tut – und zwar möglichst bald, und nicht erst im Rahmen des geplanten Hauptbahnhof-Neubaus.“

Bleibt abzuwarten, ob die Stadtverwaltung das Gespräch mit der Deutschen Bahn suchen wird, und wenn ja, ob sich diese auf eine Sanierung des "schmuddeligen Tunnels" einlässt.

 

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