Vor Leverkusen gegen Monaco Bayer geht vor "Selbstbewusstseinsspiel" am Stock

Kevin Volland, Ex-Löwe und jetzt in Diensten von Bayern Leverkusen. Foto: dpa

Bayer Leverkusen ist bereits für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert, abschenken will die vom Verletzungspech gebeutelte Werkself im letzten Gruppenspiel gegen AS Monaco aber nicht.

 

Leverkusen - AS Monaco vor der Brust, Schalke 04 im Kopf: Vor dem sportlich unbedeutenden Gruppenfinale in der Champions League gegen Monaco am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) dreht sich angesichts der prekären Lage in der Liga und der aktuellen Verletzungsmisere bei Bayer Leverkusen diese Woche alles um das Westderby beim punktgleichen Tabellennachbarn. In der Veltins-Arena geht es am Sonntag (17.30/Sky) möglicherweise für beide Teams um die letzte Chance, im Rennen um die internationalen Plätze zu bleiben.

Roger Schmidt versucht aber, den Fokus auf das Duell mit dem in der Königsklasse ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe E zu legen. "Champions League ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich auf das Spiel. Wir wollen unseren Fans einen tollen Fußball-Abend bieten", sagt der Bayer-Trainer, der vom Schalke-Spiel offiziell noch nichts wissen will.

Leverkusen kann Vereins-Geschichte schreiben

Schließlich kann sein in der Meisterschaft aktuell abgeschlagenes Team Geschichte schreiben. Sollte Leverkusen ohne Niederlage die Gruppenphase überstehen, wäre dies ein Novum in elf Auftritten in der Champions League. Gegen die Franzosen, bei denen der im Hinspiel (1:1) verletzte Kapitän und Superstar Radamel Falcao wieder an Bord ist, wird dies aber auch angesichts der angespannten Personalsituation unter dem Bayer-Kreuz kein leichtes Unterfangen.

In dem Mittelfeldmotor Kevin Kampl sowie den beiden Stürmern Kevin Volland und Admir Mehmedi meldeten sich in den vergangenen Tagen drei weitere Stammspieler verletzt ab, nachdem die Nationalspieler Karim Bellarabi und Kapitän Lars Bender schon seit längerem auf der Krankenliste stehen. Zudem sind Abwehrchef Ömer Toprak und Shootingstar Benjamin Henrichs angeschlagen. "Dahinter dürfen wir uns nicht verstecken. Wir haben genug Spieler", sagt Bayer-Sportchef Rudi Völler.

"Selbstbewusstseinsspiel" gegen Monaco

Ein Sieg gegen den französischen Tabellenzweiten wäre für Bayer nach zuletzt vier Pflichtspielen in Folge ohne Sieg wichtig, um vor dem Liga-Schlussspurt in diesem Jahr auf Schalke, gegen den FC Ingolstadt und beim Erzrivalen 1. FC Köln die Blockade in den Köpfen zu lösen. "Ich würde es nutzen als Selbstbewusstseinsspiel. Wenn du Monaco schlägst, kannst du mit Aufwind nach Schalke fahren", sagt Nationalspieler Julian Brandt zur Bedeutung der Partie.

Dass das Selbstbewusstsein derzeit fehlt, verdeutlichte am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen den SC Freiburg nicht nur der peinliche Elfmeter-Kullerball von Javier "Chicharito" Hernandez. Der mexikanische Torjäger wartet wettbewerbsübergreifend bereits seit 798 Minuten auf einen Treffer und steht damit symbolisch für die fehlende Durchschlagskraft.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Leno - da Costa, Jedvaj, Dragovic, Wendell - Baumgartlinger, Aranguiz - Calhanoglu, Brandt - Hernandez, Pohjanpalo (Kießling). - Trainer: Schmidt

Monaco: de Sanctis - Toure, Raggi, Diallo, Sidibe - Dirar, Joao Moutinho, N'Doram, Boschilia - Germain, Falcao. - Trainer: Leonardo Jardim

Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen)

 

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