Vor Bayern gegen Stuttgart Mit dem Gürtel: Bayern-Fan prügelt im Zug

Beamte der Bundespolizei München konnnten den Schläger festnehmen. Foto: Bundespolizei

Im Regionalzug von Ulm nach München schlug ein 25-Jähriger mehrere Fußballfans. Sogar ein Gürtel kam zum Einsatz.

 

München - Eine Gruppe Fußballfans stieg in Gessertshausen, Landkreis Augsburg, in den Regionalzug nach München um sich das Spiel zwischen den FC Bayern gegen Stuttgart anzuschauen. Weil der Zug voll war, musste die Gruppe im Gang stehen bleiben. Ein 25-Jähriger Grieche fing plötzlich an zu provoziern. Und nicht nur das: Einer jungen Frau rammte er dann sogar seinen Ellbogen in die Nierengegend. Der 26-Jährige Freund, der den Schläger zu Rede stellen wollte, kassierte erst eine Kopfnuss, dann Faustschläge, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Als es dem 26-Jährigen gelang, den Schläger wegzuschieben, landete der auf dem Schoß eines 10-Jährigen, der zusammen mit seiner Mutter und seiner vierjährigen Schwester an einer nahen Sitzbank saß. "Ich sah nur noch Blut. Der Zuschläger lag auf den Füßen meines Sohnes. Ich versuchte meine Tochter zu schützen. Beide Kinder schrien," schildert die Mutter die Situation. Doch damit nicht genug: Der gefallene Schläger stand auf, nahm seinen Ledergürtel aus den Hosenschlaufen und schlug mit der Gürtelschnalle nach dem 26-Jährigen.

Fußballkundige Beamte der Bundespolizeiinspektion München, die in dem Zug mitfuhren, den Täter festnehmen. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 0,69 Promille gemessen. Außerdem wurde bei ihm eine Sturmhaube aufgefunden. Ob der Schläger wirklich Bayern-Fan ist, ist nicht ganz sicher. Zwar trug der Mann einen Bayern-Schal, eine Eintritskarte für die Partiie in der Allianz Arena hatte er allerdings nicht. Noch im Zug konnten zwei mitfahrende  den Täter festnehmen.

Die Beamten der Bundespolizei gehen davon aus, dass der Grieche, der bislang nicht strafrechtlich aufgefallen war, mit der Absicht zu provozieren und zu schlägern, in die bayerische Landeshauptstadt gereist war. Nach den Ermittlungen der Polizei war wohl auch die Gruppe, die er angriff, dem Fanlager der Bayern zuzuordnen.

Nach Abschluss aller polizeilich relevanten Maßnahmen erwirkte die Bundespolizei beim Richter einen Unterbindungsgewahrsam und ein Tages-Hausverbot für die Allianz Arena. Beidem wurde stattgegeben. Der Grieche wurde dem Haftrichter am Sonntag vorgeführt. Er konnte die Haftanstalt danach freien Fußes verlassen.

Das 26-jährige Opfer erlitt Verletzungen, wollte diese jedoch nicht behandeln lassen. Die Ermittlungen zur Klärung des Sachverhaltes der Gefährlichen Körperverletzung dauern an.

 

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