Vonn: "Ein Rodeoritt" Brignone gewinnt Super-G in Bad Kleinkirchheim

Beim Sieg der Italienierin Federica Brignone musste das Super_G-Rennen immer wieder zu Ausbesserungsarbeiten unterbrochen werden. Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Federica Brignone hat den vorletzten Super-G vor den Olympischen Winterspielen gewonnen. Die Skirennfahrerin aus Italien war am Samstag beim Weltcup in Bad Kleinkirchheim 0,18 Sekunden schneller als Lara Gut aus der Schweiz. 

Bad Kleinkirchheim - Die Italienerin Federica Brignone hat den Weltcup-Super-G im österreichischen Bad Kleinkirchheim gewonnen. In Abwesenheit der erkrankten Viktoria Rebensburg (Kreuth) setzte sich die 27-Jährige bei ihrem siebten Weltcup-Sieg vor der Schweizerin Lara Gut (0,18 Sekunden zurück) durch. Dritte wurde Cornelia Hütter (Österreich/0,46 Sekunden).

Nach in den vergangenen Tagen wetterbedingt großen Problemen bei der Präparierung präsentierte sich die Piste "Kärnten - Franz Klammer" in ordentlicher Verfassung. Dennoch musste das Rennen immer wieder zu Ausbesserungsarbeiten unterbrochen werden. Superstar Lindsey Vonn, die in ihrer Funktion als Athletensprecherin Kritik an den Organisatoren geübt hatte, nannte die Fahrt "nicht gefährlich. Es war ein Rodeoritt, aber es hat Spaß gemacht."

Die Amerikanerin kam nach verhaltener Fahrt nicht unter die besten Acht (+1,43). Wie Rebensburg, die ihr Comeback in der kommenden Woche in Cortina d'Ampezzo (Italien) plant, hatte auch Mikaela Shiffrin auf die Station Bad Kleinkirchheim verzichtet.

Vonn: "Habe die Bremse zu sehr angezogen"

Die Amerikanerin will sich konzentriert auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) vorbereiten. "Ich wusste, dass ich halbwegs gut unterwegs war, aber hätte nicht gedacht, dass es für ganz vorne reicht", sagte Brignone. Vonn meinte: "Ich war ein bisschen zu vorsichtig, habe die Bremse zu sehr angezogen."

Gut, die am viertletzten Tor einen Stock verlor, lobte die Pistenarbeiter: "Sie haben ein kleines Wunder vollbracht, gestern war es noch eine Katastrophe." 

Viktoria Rebensburg verzichtete auf den Wettkampf, um eine Grippe auszukurieren. Einen Tag nach der Bekanntgabe einer Tumorerkrankung bei ihrer Schwester Elena Fanchini, die Olympia deswegen verpassen wird, war Nadja Fanchini nach 40 gestarteten Fahrerinnen auf Platz fünf. Michaela Wenig fuhr an einem Tor vorbei und schied aus. 

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