Von Langlauf bis Sackkarren München: Was bei uns alles verboten ist

Klicken Sie durch die Bilderstrecke - und erfahren Sie mehr über die irrsten Verbote in München. Foto: az

Plastikschuhe, Rauchen, Helme, Radlschieben, Hunde oder Wohnwagen – alles nicht erlaubt! Die kuriosesten Verbote in unserer Stadt.

 

München - Vorsicht an Rolltreppen! Da könnt’s Ihnen die Schuhe ausziehen. Haben Sie denn das Verbot nicht gesehen? Das blaue, viereckige – mit dem durchgestrichenen weißen Stiefel. Es bedeutet: Die Benutzung der Rolltreppe mit Plastikschuhen ist untersagt.

So ein Aufkleber pappt zum Beispiel am Stachus - aus folgendem Grund: Gummistiefeln oder Crocs können „sich leicht erwärmen und somit weich werden, wenn der Schuh an der Seitenverkleidung der Rolltreppe entlang schleift“, sagt Matthias Korte von der MVG. Er könne dann eingezogen werden. „In der Vergangenheit gab es einige solcher Unfälle.“ Die MVG hält ihr Verbot deshalb für „sehr sinnvoll“. Ob es die restliche Stadt auch so sieht, bleibt offen.

In München ist allerhand verboten: In Sparda-Banken darf niemand Motorradhelme tragen. Laut Sprecherin Marianne Schmid gibt es die Regel auf Wunsch von Mitarbeitern einer Filiale. Die hatten mal einen Kunden, bei dem niemand wusste, ob er Biker ist oder Bankräuber.

Auch die Stadt untersagt, was das Zeug hält: Das geht schon bei den Park- und Halteverboten los. Wie viele es gibt, weiß nicht mal die Verwaltung selbst, sagt Dagmar Rümenapf vom Baureferat – bei über einer Million Verkehrsschilder könne man die gar nicht zählen.

In Fußgängerbereichen sind Trompeten, Posaunen, Saxophone, Schlagzeuge, Dudelsäcke oder Drehorgeln laut Hausarbeits- und Musiklärmverordnung „ausgeschlossen“, in Parks sind Surfbretter genauso wenig erlaubt wie das Schlafen, Trinken, Betteln und das Tragen umgehängter Werbetafeln in der Fußgängerzone. Schirme vor Gaststätten dürfen nicht durchsichtig oder aus Plastik sein, wobei das KVR bei den Freischankflächen vieles wieder lockern will. Die Verwaltung untersagt uns sogar Sex – im Auto jedenfalls.

Und die Bürger? Laut dem Schildermacher Thomas Ebert aus der Maxvorstadt verbannen sie gern alles, was mit „Hunden und deren Nachlassenschaften“ zu tun hat. Das seien auch die Schilder, „die am schnellsten wieder weg sind“ – wohl von Hundebesitzern abgehängt.

Der Rest verteilt sich auf: Fahrräder, Parkplätze, Eis, Skaten, Werbung, Rauchen, Ballspielen und jede Menge anderer Gebiete, die wir gesammelt haben - zu sehen in unserer Bilderstrecke.

Bei der Recherche hat der AZ-Reporter mehrere Einfahrten nicht freigehalten und mehrmals Fußgängerwege mit dem Radl befahren. Er verspricht: Das kommt nicht wieder vor!

 

4 Kommentare