Von Ex-Frau belastet Gewaltvorwürfe: Weiterer Trump-Mitarbeiter geht

Erst geht Rob Porter, die rechte Hand von Stabschef John Kelly. Kurz darauf folgt Redenschreiber David Sorensen. Gegen beide gibt es Vorwürfe häuslicher Gewalt. Die Affären belasten das Weiße Haus und werfen Fragen auf über die Integrität von Trumps Mitarbeitern.

 

Washington - Ein weiterer Mitarbeiter des Weißen Hauses ist nach Vorwürfen häuslicher Gewalt von seinem Posten zurückgetreten. Der Redenschreiber David Sorensen werde die Regierungszentrale verlassen, hieß es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses, aus der Politico und die Washington Post zitierten. Sorensen war Teil eines Umweltgremiums und arbeitete Stephen Miller zu, einem Berater von US-Präsident Donald Trump.

Laut dem Bericht der Washington Post beschuldigt seine Ex-Frau Sorensen der häuslichen Gewalt. Sie gab demnach an, er habe sie während ihrer Ehe mehrfach physisch und psychisch misshandelt. Er wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte seine Ex-Frau seinerseits, sich ihm gegenüber gewalttätig verhalten zu haben. In einer Nachricht an die Zeitung erklärte er, er habe seinen Rücktritt eingereicht, damit sich das Weiße Haus nicht mit der Angelegenheit herumschlagen müsse.

Was wusste Stabschef Kelly?

Es ist der zweite Rücktritt binnen weniger Tage. Erst am Mittwoch hatte Rob Porter - als "Assistent des Präsidenten für politische Koordination" ein enger Mitarbeiter Trumps - seinen Posten verlassen, weil Vorwürfe zweier Ex-Ehefrauen publik wurden, die ihn wegen häuslichen Missbrauchs und Gewalt beschuldigen. Die Affäre um ihn belastet Trumps Stabschef John Kelly, der laut Berichten seit Monaten von den Vorwürfen gegen Porter gewusst haben soll. Porter, der unter anderem alle schriftlichen Informationen an den US-Präsidenten kanalisierte, galt als Kellys rechte Hand. Unklar ist bislang, was Stabschef Kelly zu welchem Zeitpunkt gewusst hat.

 

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