Von der U-Bahn ins Wohnzimmer Das plant die Gewofag für das neue Zentrum von Riem

Die Gefowag will das soziale und kulturelle Leben in Riem in den Mittelpunkt stellen: mit Gastronomie, Handel und einem Gesundheitszentrum. Foto: Henchion+Reuter

Bei der U-Bahn-Station in Riem entsteht ein Quartier mit Wohnungen sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen.

Riem - Seit Jahren schon ist der Willy-Brandt-Platz mit den Riem Arcaden pulsierendes Zentrum der westlichen Messestadt. Im Osten des Viertels jedoch liegt ebenso lange eine riesige Kiesfläche neben dem U-Bahn-Aufgang brach. Das wird sich nun ändern, am Dienstag wurde der erste Spatenstich für ein Quartierszentrum gemacht, das ganz besondere Qualitäten aufweisen soll.

Die städtische Wohnbaugesellschaft Gewofag baut hier für 65 Millionen Euro 218 Wohnungen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen. Auch Läden, Gastronomie und ein Gesundheitszentrum sollen einziehen. Und, für die Messestadt eher ungewöhnlich, es wird keine Sozialwohnungen geben.

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Die hatten die Bewohner fürs neue Quartier vehement abgelehnt. Bezahlbar soll es dennoch werden – die Gewofag setzt eine Mischung aus München-Modell-Miete und dem Pilotprojekt "Konzeptioneller Mietwohnungsbau (KMB)" um. "Das sind 64 Wohnungen, für die keine Einkommensgrenzen gelten. Die Nettokaltmiete wird zwischen 9 und 12 Euro pro Quadratmeter liegen", so Geowofag-Chef Klaus-Michael Dengler.

Weitere Wohnungen konzipiert die Gewofag als "Junges Wohnen". In die 42 Ein-, sieben Zweizimmerapartment sowie sieben Wohngemeinschaften werden junge Menschen einziehen, die für die Zeit der Ausbildung eine günstige Bleibe brauchen. Im Erdgeschoss der Wohngebäude sollen sich Läden und Lokale ansiedeln.

Bis 2020 soll der Bau abgeschlossen sein

Direkt am U-Bahn-Aufgang wird die Stadtteilbibliothek ihre Tore öffnen, ein Bildungslokal und ein Jugendcafé sind geplant, die Streetworker bekommen endlich eine feste Unterkunft. Und die Gewofag selbst zieht mit ihrem Mieterzentrum von der Werner-Eckert-Straße im Westen an den künftigen Elisabeth-Castonier-Platz im Osten um. "Jetzt geht es richtig los und ist bis 2020 fertig", so Dengler.

Er findet, dass es den Planern Henchion Reuter Architekten hervorragend gelungen ist, einen prägenden östlichen Stadteingang zu schaffen und privat geprägte Innenhöfe mit belebten Platz- und Erschließungsflächen zu koppeln. "Von der U-Bahn kommt man quasi direkt ins Wohnzimmer. Eine bessere ÖV-Anbindung gibt es nicht!Für unser Mieterklientel ist es hier perfekt!"

 

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