Von der Bruchbude zur Schule Endlich saniert: die Marieluise-Fleißer Realschule

Unter diesem Dach sind in der Schwanthalerstraße die Marieluise-Fleißer-Realschule und eine Grundschule untergebracht. Nach Protesten hat die Stadt eine erste Sanierung veranlasst. Foto: Gregor Feindt

Die Marieluise-Fleißer- Realschule war total heruntergekommen. In den Ferien haben die Handwerker das Schlimmste behoben.

 

Ludwigsvorstadt - Der Aufschrei im Sommer halt der Bürgermeisterin Christine Strobl immer noch im Ohr. „Diese Bruchbude ist eine Schule“ hatte die AZ über die skandalösen Zustände in der Marieluise Fleißer-Realschule getitelt. Strobl tobte – und veranlasste, dass Handwerker an die Schwanthalerstraße geschickt werden, um das Schlimmste abzustellen.

Die waren jetzt da, und die Bürgermeisterin sah sich gestern mit Stadtschulrat Rainer Schweppe zufrieden um. Aber sie weiß auch: „Wir haben noch so ein paar Kandidaten, da müssen wir jetzt zügig drangehen.“

Die Mängelliste war lang: unzumutbare und stinkende Toiletten, eine Klasse im Keller ohne Fenster, bröckelnder Putz von den Wänden, mangelhafte Fachräume und viel zu beengt untergebracht. Die Schule ist aus dem Jahre 1873 und auch beim Einzug der Realschule vor 20 Jahren ist das Gebäude nie auf einen modernen Schul-Stand gebracht worden.

In den Sommer- und Herbstferien Ferien waren im Auftrag des Schulreferats die Handwerker da und haben die schlimmsten baulichen Missstände beseitigt und übertüncht. „In sämtlichen Toiletten wurden die Sanitärgegenstände und die Fliesen ausgetauscht“, so Stadtschulrat Rainer Schweppe. Alle Räume wurden gemalert und die Toiletten einer Generalreinigung unterzogen. 200000 Euro hat die Prozedur gekostet. „Alles ist sauber und ordentlich“, sagt Realschulleiter Michael Heimes: „Das ist das Entscheidende.“

Jetzt werde genau auf Reinlichkeit geachtet. „Schüler, die beim Rauchen erwischt werden, bekommenen einen feuchten Lappen in die Hand gedrückt und können Flecken wegwischen“, erzählt der Rektor: „Das wird auch vom Elternbeirat vertreten.“ Wenn Vandalismus im Spiel ist und die Übeltäter bekannt sind, dann bekommen die Eltern die Rechnung geschickt.

Den Klassenraum im Keller gibt es nicht mehr. Da sind nur noch einzelne Lesestunden. Stattdessen kann die Realschule einen Raum der Grundschule mit benutzen, die unterm gleichen Dach ist.

Die Raumnot bleibt in der Realschule: Für 539 Schüler in 16 Klassen gibt es nur 19 Räume. So wird jeder Winkel intensiv genutzt. Und sehr eng ist es in den Fachräumen. In ein paar Jahren wird sich das ändern: Die Stadt plant eine neue Realschule an der Aschauerstraße. „Das wird eine fünf- bis sechszügige Realschule“, sagt Bürgermeisterin Strobl: „Doppelt so groß wie die jetzige Schule.“ Dazu soll es eine Dreifachturnhalle und Freisportanlagen geben. „Die Schule soll nicht nur umziehen, sondern sich auch verbessern“, so die Bürgermeisterin. „Es ist sehr wichtig für uns, dass wir an der Planung beteiligt werden, denn die Schule soll praxistauglich sein“, empfiehlt die stellvertretende Schulleiterin Annemarie Heinrichs.

Das jetzige Gebäude wird nach dem Auszug der Realschüler 2018/2019 generalsaniert. Die Grundschule kann sich dann ausweiten: Für den Ganztagsunterricht und mit eigener Schulmensa.

 

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