Von Anwohnerin gerettet Kinder werfen Kätzchen in den Müll

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Im Tierheim hat das Kätzchen den ganzen Tag geschlafen. Foto: Tierheim

Eine Neuperlacherin beobachtet, wie Kinder eine kleine Katze in eine Mülltonne werfen. Die Polizei bringt die Katze ins Tierheim und erlebt dort eine Überraschung...

 

Neuperlach - Die kleine Katze hat noch keinen Namen und schläft den ganzen Tag: Am Mittwochabend gegen 19 Uhr brachten Polizisten die etwa drei Monate alte Katze ins Tierheim nach Riem. Eine Frau aus Neuperlach hatte die Polizei gerufen, weil sie Kinder beobachtete hatte, die am Abend die Katze in einen Mülleimer geworfen hatten.

Zwischen acht und zwölf Jahre sind die Kinder alt. Als die Polizei kam, waren sie fort. Die Katze aber war noch da und wurde von der Anwohnerin liebevoll versorgt. Im Tierheim gab es dann die nächste Überraschung: Eine Tierpflegerin bemerkte, dass die kleine Katze einer anderen Katze wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Sie wartet seit August im Tierheim auf eine Familie, ist aber so wild, dass bisher niemand sie wollte. Eine kurzer Blick in die Akten ergab, dass auch diese Katze in Neuperlach gefunden wurde: streunend und abgemagert.

Die Tierheim-Mitarbeiter vermuten nun, dass die ältere Katze die Mutter der kleinen, namenlosen Katzen sein könnte. Ob die Kinder die kleine Katze gefunden haben oder ob es ihre Katze war, weiß im Tierheim niemand. Wenn sich aber keiner meldet, dem die weiße Katze gehört, hat sie schon ein neues zu Hause gefunden: Die Frau, die sie gerettet hat, hat sich sofort in das süße Kätzchen verliebt und würde sie gerne bei sich aufnehmen. Spätestens dann bekommt sie einen Namen und kann weiter den ganzen Tag dösen, schmusen und spielen.

 

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