Vom Brautstrauß bis zur Sitzordnung Diesen Hochzeitstraditionen folgen auch Meghan und Harry

Am 19. Mai geben sich Meghan Markle und Prinz Harry endlich das Jawort Foto: imago/i Images

Queen Victoria läutete einige Traditionen im britischen Königreich ein, die auch Meghan Markle und Prinz Harry nicht brechen werden.

Bei den britischen Royals werden Traditionen groß geschrieben. Das gilt natürlich auch für die Hochzeit von Prinz Harry (33) und seiner Meghan Markle (36) am 19. Mai. Einige Bräuche reichen sogar bis zu Queen Victoria (1819-1901) zurück.

1. Die Braut trägt Weiß

1840 heiratete Queen Victoria ihren Prinz Albert (1819-1861) in einem weißen Brautkleid aus Seide und Spitze und setzte damit einen neuen Trend. Zuvor trugen die Damen am wichtigsten Tag ihres Lebens vor allem Rot. Heute kaum mehr vorstellbar! Auch Meghan Markle wird diese von Queen Victoria ins Leben gerufene Tradition sicher nicht brechen.

2. Eine Tiara für die Braut

Entscheidet sich auch Meghan Markle für eine Tiara? Sie wird auf jeden Fall nicht die gleiche wie Herzogin Kate (36) bei ihrer Hochzeit 2011 tragen. Die Cartier "Halo"-Tiara, die Kates Schleier damals zusammengehalten hat, war eine Leihgabe der Queen (92). Sie wird vom 30. Mai bis 22. Juni in der Nationalgalerie von Australien ausgestellt.

3. Myrthe für den Brautstrauß

Beim royalen Brautstrauß darf Myrthe als ein Symbol für Ehe und Liebe nicht fehlen. Eine weitere Tradition, die auf Queen Victoria zurückzuführen ist und ihren Ursprung sogar in Deutschland hat. Die Großmutter ihres Ehemannes Albert schenkte ihr bei einem Besuch in Gotha ein Gebinde mit dieser Pflanze. Im Jahr 1845 pflanzte Victoria dann einen Myrthe-Busch auf der Isle of Wight an. Seitdem enthält jeder royale Brautstrauß auch einen Myrthezweig von diesem Busch. Erstmals trug Victorias gleichnamige Tochter einen Brautstrauß mit Myrthe bei ihrer Hochzeit 1858.

4. Das passiert mit dem Brautstrauß

Am ihrem Hochzeitstag im Jahre 1923 legte Queen Mum (1900-2002) ihren Brautstrauß am Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey nieder - in Gedenken an ihren Bruder Fergus und allen gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg. Den Brauch setzten die Queen, Prinzessin Diana (1961-1997) sowie Herzogin Kate bei ihren Hochzeiten fort.

5. Der Bräutigam trägt Uniform

Prinz Albert trug bei seiner Hochzeit mit Queen Victoria Uniform. Genauso wie Prinz Charles (69) oder Prinz William (35) viele Jahre später. Eine Tradition, der Harry sicher nur allzu gerne folgt. Schließlich diente auch er viele Jahre lang in der britischen Armee, unter anderem in Afghanistan.

6. Die Sitzordnung in der Kirche

Wenn sich Meghan und Harry in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor das Ja-Wort geben, sitzt die royale Verwandtschaft rechts. So sieht es das Protokoll bei der Hochzeit eines männlichen Mitglieds der Königsfamilie vor. Im Oktober, wenn Prinz Harrys Cousine Prinzessin Eugenie (28) heiratet, sitzt die Familie links.

7. Kein Gehorsam

Auch Meghan Markle wird ihrem zukünftigen Ehemann in ihrem Ehegelübde wohl keinen Gehorsam versprechen. Prinzessin Diana hatte bei ihrer Hochzeit mit Prinz Charles 1981 erstmals das Wort "Gehorsam" aus dem Eheversprechen gestrichen. Eine Tradition, die Herzogin Kate 2011 fortführte. Sie versprach Prinz William stattdessen, ihn "zu lieben, zu trösten, zu ehren und für ihn zu sorgen". Ähnliche Worte wird wohl auch Prinz Harry von seiner Braut zu hören bekommen.

8. Ein ganz besonderes Gold

Auch Meghan Markles Ehering wird vermutlich aus purem Gold von der Clogau St. David Goldmine in Wales gefertigt. Eine königliche Tradition, die Lady Elizabeth Bowes-Lyon, die spätere Queen Mum, bei ihrer Hochzeit am 26. April 1923 ins Leben rief. Damit sollte die besondere Bindung zwischen dem britischen Königshaus und Wales hervorgehoben werden. Auch die Ringe der Queen und ihrer Schwester, Prinzessin Margaret (1930-2002), sowie die von Prinzessin Diana und Herzogin Kate bestanden aus diesem besonderen Gold.

9. Die Queen muss ihre Erlaubnis geben

Alle Royals müssen die Queen vor ihrer Heirat um Erlaubnis bitten. Das wurde im "Royal Marriages Act of 1772" festgelegt. Das gilt vor allem für die Mitglieder des Königshauses, die in der Thronfolge ganz weit oben stehen. So sieht die Thronfolge aktuell aus: Prinz Charles, Prinz William, Prinz George (4), Prinzessin Charlotte (2), Prinz Harry und Prinz Andrew (58). Sobald das dritte Kind von Herzogin Kate und Prinz William auf der Welt ist, wandert Prinz Harry auf die sechste Position.

10. Die Hochzeitseinladungen

Als Oberhaupt der Kirche von England werden die Hochzeitseinladungen im Namen der Queen versandt. Insgesamt 600 Karten wurden am 22. März verschickt. "Die Gäste sind zum Gottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle und zum Mittagessen in der St. George's Hall eingeladen, das von Ihrer Majestät, der Queen, ausgerichtet wird", heißt es darin unter anderem. "Später am Abend sind rund 200 Gäste dazu eingeladen, an den Feierlichkeiten im Frogmore House teilzunehmen, ausgerichtet vom Prince of Wales", ist darin weiter zu lesen. Aktuelle oder ehemalige Staatsoberhäupter wie Donald Trump (71), Barack Obama (56) oder Theresa May (61) sind übrigens nicht eingeladen.

11. Die Hochzeitstorte

Royale Hochzeiten haben in der Regel zwei Hochzeitstorten. Eine davon muss eine Torte mit Früchten sein. Meghan und Harry haben einen Zitronen-Holunderblüten-Kuchen bei der Konditorin Claire Ptak in Auftrag gegeben, Inhaberin der in London ansässigen Bäckerei "Violet Cakes London". Die Torte wird zudem mit Buttercreme bedeckt und mit frischen Blumen dekoriert.

12. Der Kuss auf dem Balkon

Es ist das Highlight jeder Hochzeit: Der Hochzeitskuss auf dem Balkon des Buckingham Palasts. Den Anfang machten Prinzessin Diana und Prinz Charles 1981. Da Meghan und Harry auf Windsor heiraten, wird der Hochzeitskuss wohl vor einer anderen Kulisse stattfinden.

13. Das offizielle Hochzeitsfoto

Natürlich darf auch das obligatorische Hochzeitsfoto mit allen Mitgliedern der britischen Königsfamilie nicht fehlen. Eine Premiere für Meghan, wird sie doch zum ersten Mal offiziell mit all ihren neuen Verwandten posieren. Als Hochzeitsfotograf wurde übrigens Alexi Lubomirski verpflichtet. Er zeichnete sich bereits für die Verlobungsfotos verantwortlich.

 

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